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9 Reisetipps in den Emiraten: Strand, Wüste und Safari

9 Reisetipps in den Emiraten: Strand, Wüste und Safari

Vereinigte Arabische Emirate

Wunderschöne Orte in den Vereinigte Arabische Emiraten: Auf der Suche nach Gold und Kamel – abseits von Dubai und Abu Dhabi

Nach dem Oman und Saudi Arabien wollen wir unbedingt auch die Vereinigten Arabischen Emiraten besser kennenlernen. Ich bin vor einigen Jahren bereits einmal mit einer Freundin – geht nicht im April mehr hin, dann ists schon zu heiss – in Dubai gewesen und habe mich schon damals gefragt, ob das Land überhaupt noch etwas anderes kann, als bloss Dubai. Weil gefühlt jeder nur vom „Land Dubai“ spricht.

Ein weiterer Grund? Es ist Mitte November 24 gewesen und es sollte für jenes Jahr noch einmal in die Wärme gehen. Etwas weiter weg, aber doch noch so, dass im Fall, wenn alle Stricke reissen, wir den ersten und gleich längeren Flug mit Roan doch noch handeln können. Auf geht’s – Jalla – zu Gold und Kamel.

Unsere Route in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit dem Mietauto

Obwohl das Taxi sehr günstig ist und auch weite Strecken mit diesem zu einem vernünftigen Preis gemacht werden können, wollen wir auch die Ecken und Kanten vom Land sehen. Wir mieten ein Auto, welches für die zwei Wochen recht preiswert ist. Ebenso das Benzin. Ist ja auch klar, schliesslich sitzt man hier quasi auf der Quelle.
Das einzig mühsame am Autofahren oder Taxifahren ist der Verkehr. Ab 15.00 Uhr bis Mitternacht (und vermutlich darüber hinaus) dauert alles etwas länger. Ab dem späteren Nachmittag sind dann auch die Emiratis, respektive die wohnhaften Expaten, unterwegs. Dann, wenns nicht mehr so heiss ist, dann erwacht das Land. 

Wir haben unsere Reiseroute im ZickZack gemacht, denn wir wollen unbedingt in zwei – drei Hotels nächtigen, welche teilweise schon recht ausgebucht sind. Das ist der Nachteil vom spontanen Buchen. Aber am Schluss hat es auch so wunderbar gepasst. Vom Strand in die Berge zurück in die Stadt und dann ab in die Wüste und auf die Insel. 

Ra’s al-Chaima: Badeurlaub in den vereinigten Emiraten

Anreise Ra’s al Chaima: Auf zu schönen Stränden in den Emiraten

Lustigerweise dauert die Fahrt von Dubai nach Ra’s al Chaima weniger als anderthalb Stunden. Gut und gerne kann man nämlich dieselbe Fahrtzeit zu bestimmter Stunde auch in Dubai erleben. Allerdings muss ich trotzdem etwas beschwichtigen: schlimmer als der Verkehr in Saudi Arabien ist es nicht. Hier sieht man definitiv nur perfekte Bentleys, Ferraris, Porsche und Co. Keine verbeulten Rolls-Royce wie eben drüben in Saudi Arabien.

Zurück zu Ra’s al-Chaima. Ra’s al chaima gehört zu einem der sieben Emiraten, der vereinigten Emiraten. Sie befindet sich unterhalb der omanischen Exklave. Für unsere “Badeferien” wählen wir eine uns bekannte Hotelkette – das Anantara Mina al Arab. Wir haben bereits einmal in einem solchen Hotel gehaust – im Oman – und es ist mitunter eines der besten Hotels, welches wir jemals bewohnt haben. Ich mag diese arabische Note, diese Grosszügigkeit, meist zu einem bezahlbaren Preis – je nach Saison – und einem sehr guten, subtilen Service sowie dezenter Freundlichkeit. Das schaffen wirklich nur die Hotels im arabischen Raum. Vielleicht auch noch die Hotels im Südtirol. Wenn auch auf andere Art und Weise, aber auch dort wird Service und Freundlichkeit grossgeschrieben.
Müsste man dies für den arabischen Raum beschreiben, würde es heutzutage wohl “quiet luxury” genannt werden. Man hat das Gefühl rundum versorgt zu sein, ohne dass es übertrieben unangenehm ist und sich Otto-Normalbürger:innen unwohl fühlen.

Hotel Tipp in Ra’s al Kaima: Ein schönes Strandhotel in den Emiraten

Auch das Anantara Mina al Arab in Ra’s al Kaima – der Ort hat viele Schreibweisen – vermag uns zu begeistern. Das Frühstücksbuffet ist top, die Strandanlage sehr schön und der Pool eher zum drin liegen als Schwimmen. Aber mit dem Sohnemann im Gepäck hat auch das bestens gepasst, denn Roan entdeckt schon früh die Vorzüge einer Poolbar. Nach dem Frühstück können wir gemütlich zum Strand aufbrechen. Ach wie herrlich wunderbar, es liegen keine Tücher-vollbesetzten-Liegestühle vor und wir wählen einfach ein Liegebett aus. Die ganz grossen Liegebetten müssen extra bezahlen, welche dann eigentlich von allen ignoriert werden. Jemand vom Personal kommt angerannt, bringt uns Wasser und hilft uns die Liegestühle so anzulegen, dass wir im Schatten sind und einen direkten Blick aufs Meer haben. Wir sind im Paradies. 

Mitten im Nachmittag haben wir alle jeweils genug von Liegestuhl, Meer und Sandburgen Sandruinen und widmen uns daher den Ausflügen in der Umgebung. So sind das wirklich perfekte Ferien für uns. Klammheimlich fragen wir uns schon, wie das andere Eltern mit Kindern bei Badeferien machen. Eine mögliche Antwort wäre wohl, sie haben andere Kinder. Obwohl unser Junior die Schaufel, den Sand und das Meer liebt – irgendwann ist er wieder im Entdeckermodus. Soll mir recht sein. Reine Badeferien wären für uns momentan wohl der pure Stress.

Hotel Tipp Anantara Ras al chaima

Ausflug von Ra’s al Chaima: Aussichtsort und Sonnenuntergang beim Jebel Jais

Der Gipfel Jebel Jais / Dschabal Jais gehört sowohl den Vereinigten Emiraten als auch zum Oman. Daher ist bald einmal Schluss mit der Weiterfahrt. Auf Seite Oman, so heisst es in der Beschreibung, ist der Gipfel nur schwer erreichbar. Auf der Emirati-Seite wird er dafür ganz schön inszeniert. Man findet die Jebel Jais Zipline und diverse Ausfahrstellen respektive sogenannte Viewpoints, um den Sonnenuntergang zu geniessen. Irgendwo ist auch noch ein Spielplatz sichtbar und wir alle sind grad einfach zufrieden. 

Beim Abendessen kehren wir ein beim Al Rokn Al Halabi Roaster And Restaurant. Die Webseite scheint kaputt zu sein, aber das Restaurant gibt es sehr wohl noch. Hiesiges Essen mit einer sehr freundlichen Bedienung. Wir werden wie Königin und Könige bedient und geniessen endlich einmal lokales Essen mit viel Oliven und Hummus. Noch heute pflegt der Sohnemann eine innige Beziehung mit ebengenannten Lebensmitteln. Super schön, wenn ein Tag so enden kann. 

Reiseort Jebel Jais
Schönster Sonnenuntergang im Jebel Jais nahe Dubai und Ras al Chaima

Ausflug von Ra’s al Chaima: Weitsicht und Sonnenuntergang bei der Festung Dhayah Fort

Unser nächster Ausflug von Ra’s al Chaima ist der Besuch der Festung Dhayah. Nach ein paar wenigen Treppen, ist man auch schon oben angekommen und geniesst einen wunderbaren Ausblick auf die grosse Weite. Auch hier haben wir die Sonnenuntergangsstunden genutzt, haben den Ausblick und das letzte Sonnenlicht sehr genossen. Nur vereinzelt haben sich hier Touristinnen und Touristen versammelt. So schön, wenn mal nicht alles überlaufen ist. Ein weiterer Vorteil, wenn alle immer nur in Dubai und Abu Dhabi verweilen. 

Sonnenuntergang Ausflug von Ras al kaimah: Dhayah Fort

Hatta: Ein Ausflug zum Stausee der VAE

Nun zieht es uns weiter nach Hatta. Wobei wir uns vor allem für die Talsperre Hatta interessieren, denn hier liegt ein imposanter Stausee. Auch dieser ist schön inszeniert, mit einem grossen Abbild von zwei Gründungsvätern der vereinigten arabischen Emiraten: Scheich Zayid Bin Sultan al Nahyan und Scheich Rashid bin Saeed Al Maktoum. 

Reisetipp Dubai Stausee Hatta

Ersterer kommt uns recht bekannt vor, heisst doch die eine Strasse so und zieht sich durch halb Dubai.
Ebenfalls steht am Fusse des Staudammes ein grosser Park. Und auf dem See selbst? Nicht weniger als ein ziemlich grosser Bootsverleih. Hier sind wir neben den Expaten und den Emiratis nahezu die einzigen auswärtigen Touristen. Die Bootsfahrt lassen wir uns nicht nehmen und geniessen die Stunde auf dem Wasser in der kargen, aber imposanten Umgebung.

Reiseort Hatta: Boot fahren auf dem Stausee
fantastische Felsen Emiraten
Die Emiraten mit Gebirge und viel Grün: Hatta
Grüner Ort in den Emiraten: Reiseort Hatta

Zum Sonnenuntergang geniessen wir die Aussicht noch beim Hatta Watchtower. 

Hatta: Besuch des Suhaila Damm

Eher per Zufall sind wir auf die Attraktion gestossen. Und erst jetzt bei der Recherche entdecke ich, dass dieser Damm sehr viel mehr Wasser aufweisen kann und damit sehr viel Menschen mehr per Boot befördern könnte. Naja was soll ich sagen – wir geniessen die Ruhe hier an diesem irgendwie idyllischen Ort. 

Und bevor wir Hatta nun endgültig verlassen, tobt sich der Kleine hier noch auf einem Spielplatz aus. Überall Sand, überall Schatten und überall Spielplätze. Einfach fantastisch. 

Suhaila Damm

Wir fahren weiter nach Dubai. Dubai – die Stadt der Superlative. Was kann ich über Dubai schreiben? Zu viel, um das in diesem Blogpost abzuhandeln. Den Blogpost zu Dubai könnt ihr gerne hier nachlesen. 

Al Ain: Die Gartenstadt des arabischen Golfs

Al Ain bekommt ziemlich schnell unsere Aufmerksamkeit. Das dasige Wasser – also unser Aproz oder Evian – wird Al Ain genannt. Damit diese Oase ihre grüne Farbe bekommt, wird einiges an Aufwand für die Bewässerung betrieben. Klar, denn wir sind hier in einem Wüstenstaat. Die Kulturstätte Al Ain ist 2011 auf die UESCO-Welterbe-Liste aufgenommen worden. Wie auch zahlreiche andere grosse Orte in den Emiraten, grenzt Al Ain ebenfalls an den Oman. 

Tipp in Al Ain: Die UNESCO-Weltkulturerbe Oase

Al Ain lohnt sich bereits für die UNESCO-Weltkulturerbe geschützte Dattelpalmen-Oase. Man spaziert, fährt Bike oder bucht eine Tour und erkundet die Oase und sichtet die traditionellen Falaj-Bewässerungskanäle.
Ich würd hier – wie eigentlich immer in arabischen Ländern – aber eher gleich morgens oder vor Torschluss hingehen. Vermutlich ist der Morgen noch besser, da die allermeisten dann noch schlafen und man sich so nahezu alleine durch die Oase bewegen kann.

al Ain: Ein Rundgang in der Oase

Sonnenuntergang geniessen in Al Ain: Panoramastrasse Jebel Hafeet

Für das Abendprogramm empfiehlt sich ein Ausflug auf den Jebel Hafeet respektive Dschabal Hafit. Der Blick über Al Ain und das Land ist wirklich schön. Die Abendstimmung ist sehr gechillt und gleichzeitig zählt die Panoramastrasse Jebel Hafeet zu den schönsten der Welt. Auch der Sternenhimmel lässt sich ansehen. 

Sonnenuntergang über der Stadt bei Jebel Hafeet
Reisetipp Jebel Hafeet
Sonnenuntergang Jebel Hafeet
Jebel Hafeet

Al Jahili Fort: Schutz der Oase Al Ain

Die Al Jahili Fort gilt als eines der beeindruckendsten historischen Sehenswürdigkeiten. Im Gegensatz zu den anderen kleinen Burgen, empfinden wir diese eher etwas langweilig. Da der Eintritt, wie zumeist bei den historischen Sehenswürdigkeiten in den Emiraten, frei ist, lohnt sich ein Spaziergang durch die in der Wüste typische Lehmziegel-Bauweise trotzdem. 

Burg Sightseein Emirate

Wer noch mehr Zeit hat, dem können wir noch Green Mubazzarrah empfehlen. Ein grüner See – und gleichzeitig eine Thermalquelle, die ebenfalls als sehr hübsches Sujet dient. 

Grüner Ort in den Emiraten: Reiseort Hatta

Al Ain würde noch mehr bieten. Ein scheinbar berühmter Zoo, wo man mit dem eigenen Autos an Giraffen vorbeifahren kann. Wie wir zuvor aber lesen, wird der Park gerade restauriert und ist so nicht empfehlenswert. Da wir schon bald einmal noch in den Genuss von wilden Giraffen kommen werden, lassen wir dieses Ziel aus – ohne auch nur einen Hauch des duseligen fear-of-missing-out-Gefühls zu verspüren.

Den Kamel-Markt haben wir zwar auf dem Radar gehabt, aber vollkommen vergessen. Diesem trauere ich noch etwas nach, denn es sollte einer dieser Orte sein, wo einheimische anzutreffen sind. Schade – aber wir kommen bestimmt wieder. 

Abu Dhabi: Gesperrte Promenaden und viele Themenparks

Vielleicht tue ich Abu Dhabi Unrecht. Ziemlich sicher, tue ich Abu Dhabi Unrecht. Von daher die nächsten Zeilen besser skippen und sich irgendwo eine andere Meinung holen. 

Der mühsame Zwischenstop bei langen Flügen finden wir in Abu Dhabi so gar nicht kuuhl. Dubai und sein Flughafen ist dagegen immer irgendwie sehr toll. Gross, gemütlicher, aufregender, sauberer. Irgendwie haben wir in Abu Dhabi bis jetzt nur das unvergnügsame Ereignis gehabt, irgendwo an einem Abstellgate zu landen und dort mehrere Stunden auszuharren, bevor es flugtechnisch weiterging. Item, das sich soll ja eigentlich nicht auf die Stadt beziehen. 

Aber auch beim Hotel landen wir hier keinen Glücksgriff. In der Beschreibung hört es sich toller an, als es ist. Lange sind wir auch nicht da gewesen und unser Ausflug an den Corniche Beach endet vor einem Zaun. Marlene von Marlene Sweet Things, welche immer mal wieder in Abu Dhabi ist und die Stadt sehr mag, lässt uns wissen, dass dieser nahezu immer gesperrt ist, weil irgendwie immer was ist. Aber ansonsten findet sie die Stadt ziemlich kuuhl. Vielleicht für Tipps besser sie fragen ☺️.

Berühmtes Foto von Abu Dhabi Reiseort
Abu Dhabi Reiseort

Allerdings gefällt uns der Al Gurm Corniche recht gut. Hier können wir tatsächlich ein paar Meter laufen und es gibt immer wieder kleinere und grössere Attraktionen für Gross und Klein. Auch hier sollte der Spaziergang entlang der Mangroven morgens oder abends gewählt werden, denn tagsüber kanns auch im November noch ziemlich warm werden. 

Tipp Emirate Rundwanderung in Abu Dhabi Mangrove
Schöne Promenade in Abu Dhabi

Am nächsten Tag besuchen wir die Sheikh Zayed Grand Moschee. Sie gilt als eines der imposantesten Bauwerke der Welt. Sie ist wirklich wunderschön, wie wir bald einmal feststellen. Der Eingang zu finden ist gar nicht so einfach und der Zulauf befindet sich grösstenteils unterirdisch. Hier benötigen wir für einmal Tickets, welche wir spontan vor Ort buchen. Obwohl ich mich entsprechend für die Moschee gekleidet habe und nur der Knöchel meines Handgelenkes sichtbar war, musste ich noch die Jacke von Stefan anziehen. Okay, also so streng waren sie nicht einmal in Saudi Arabien. Aber da ich später auch noch deutlich leicht-bekleidetere Touristinnen gesichtet habe, lag das wohl einfach an meiner Kontrollperson. Wir machen den Rundgang und staunen über das Bauwerk, die Synchronputzenden Männer, den grössten handgeknüpften Teppich der Welt und die neun tonnenschwere Swarovski-Kristallleuchte. Auch wenn man sich nur mässig für die islamische Religion interessiert sollte, ist dieses Bauwerk ein Ausflug wert. 

Moschee Reiseort Sheik Zayed
Reisetipp Sheik Zayed bei Abu Dhabi
Moschee Abu Dhabi Sheik Zayed Grand

Nun wird es wieder Zeit weiterzuziehen. Ich glaube auch, dass wir Abu Dhabi zu einem späteren Zeitpunkt nochmals besuchen werden. Dann wenn Roan etwas älter ist und wir die Parks besichtigen werden. Dann könnte es auch für uns spassig werden. Ansonsten gefällt uns Dubai von den Möglichkeiten bislang deutlich besser. Immerhin gibt es auch hier eine Cheesecake Factory. Wir werden wirklich langweilig.

Anantares Qasr al Sarab in der Liwa-Wüste: Ein wunderbares Wüstenhotel in den Emiraten

Nach Abu Dhabi geht es für uns weiter in die imposante Liwa-Wüste. Schon nach kurzer Zeit fahren wir durchs Niemandsland. Die Wüste ist dabei zur Strasse durch den Zaun getrennt. Wer hier freiwillig ins braune Nichts laufen oder fahren würde, wäre sowieso todesmutig. 

Ausflug von Abu Dhabi: Die wunderschöne Liwa Wüste. Endlose Sanddünen. Sie ist die grösste zusammenhängende Sandwüste der Welt

Dieser Landesteil in der Liwa-Wüste wird gerne auch Rub al-Chali genannt, was soviel wie “leeres Viertel” heisst. Die Liwa-Wüste ist übrigens mitunter die grösste zusammenhängende Sanddünenwüste der Welt. Irgendwie hatte ich das von der Sahara im Kopf. Letztere, wie mich Wikipedia zu informieren vermag, ist zwar die grösste Wüste der Welt, aber die Sahara zeigt verschiedene Landschaftsformen – und eben nicht nur diejenige der Sanddünenwüste.

Das Hotel Anantares Qasr al Sarab: Ein wunderschönes Hotel inmitten der Liwa-Wüste in den Vereinigten Arabischen Emiraten

Es ist ein Traum. Die gesamte Anlage in dieser wundervollen Umgebung ist einfach unfassbar schön. Hier ist genau dieser subtiler arabischer Stil, die Grosszügigkeit, eingebettet in der scheinbar Unendlichkeit dieser Wüste. 

Vom Zimmer sind wir begeistert, weil wir gleich von der Terrasse auf die Wüste sehen. Aber auch, weil sogar an unseren Sohnemann gedacht wird und wir Windeln, Feuchtigkeitstücher, Spielsachen und einen kleinen Rucksack für ihn vorfinden. 

Ein Hotel in der Sandwüste: Qasr al Sarab Reiseort
Hotel Tipp Qasr al sarab
Schönstes Wuestenhotel in den Emiraten: Qasr al sarab

Es gibt zwei bis drei Pools (bis zu drei, weil einer sich im Adults Only Bereich befindet), eine grosszügige, einladende Lobby, in der man selber gerne verweilt. Das Frühstück toppt alles: Dreierlei Shakshukas, dreierlei Egg Benedicts, eine unglaubliche Auswahl an Broten, Säften, Gemüse, Gerichten und eine Vielzahl unterschiedlicher Hummus. Wir sind im siebten oder im neunten Himmel. 

Wüste Liwa hotel Emirate Pool

Abends geniessen wir auf einer Düne gleich vor dem Hotel den Sonnenuntergang und lassen uns herunterpurzeln. Unser Sohnemann geniesst den grössten Sandkasten der Welt und auch keine Sandkörner in Auge, Ohr oder Mund können ihm vom lustigen Herumtollen abhalten. So soo schön diese Momente zu erleben. 

Liwa Wüste Qasr al sarab
In der Liwa Wüste in den Emiraten
Sanddünen soweit das Auge reicht
Qasr al sarab

Einziger Wehmutstropfen sind die Ausflüge. Das Anantara Hotel bietet mit Kleinkindern nur eine begrenzte Anzahl an Ausflügen. So besuchen wir die naheliegen Kamel- und Falkenfarm. Am Kamel haben wir unsere Freude. Der Falke ist zwar das Nationaltier und tief verankert in der hiesigen Kultur. Früher noch zur Nahrungsbeschaffung, gehört dieser heute zum UNESCO Weltkulturerbe. 

Ich kann mich nicht so ganz mit dem Falken oder dieser Kultur anfreunden, wird er doch mit einer kleinen Kette am Fusse festgehalten. 

Kamele oder dromedar in den vereinigten arabischen Emiraten

Da erkunden wir lieber den Sonnenauf- und untergang auf eigene Faust. Aber lassen wir hier die Bilder für sich sprechen. 

Sonnenuntergang Liwa Qasr al sarab
Sonnenaufgang über der Liwa Wüste Emirate

Mit schwerem Herzen verlassen wir dieses wundervolle Hotel inmitten der schönen Liwa-Wüste. Vor uns liegt bereits ein neues Abenteuer: Ab auf die Insel.

Mit dem Mietwagen durch die vereinigten Arabischen Emiraten, Dubai und Abu Dhabi

Sir Bani Yas-Insel: Safari in den vereinigten arabischen Emiraten

Giraffe, Zebra und Arabische Oryx in freier Wildnis – in den Arabischen Emiraten? Kaum zu glauben, aber ja, das ist möglich. 

Warum hier viele afrikanische Tiere herumrennen, ist schnell einmal erzählt: Die Scheiche erhalten von verschiedenen afrikanischen Königen oder Präsidenten häufig Gastgeschenke – unter anderem Tiere. Damit diese nahezu frei leben können, wurden allesamt auf diese Insel verfrachtet. Der Gepard ist eingesperrt, aber alle anderen leben recht frei. Das Klima ist zudem ähnlich wie in manchen Orten in Afrika, also etwas feuchter als direkt an Land. Einst hat die Insel als königliches Wildreservat gedient. Nun beherbergt diese drei Anantara Hotels, sowie unberührte Natur und Strände. 

Übernachtungstipp Anantara al Sahel und Anantara Desert Island Resorts

Wir übernachten im Anantara al Sahel. Das Hotel ist bekannt dafür, inmitten im Zuhause der Arabischen Oryxen zu sein. Und es fühlt sich definitiv wie irgendwo inmitten in Afrika auf einer Lodge an. 

“Leider” ist der öffentliche Hotelpool zum Zeitpunkt unseres Besuches aufgrund von Restaurationen nicht zugänglich, aber dafür bekommen wir ein kostenloses Upgrade unseres Zimmers – mit eigenem Pool. Da sagen wir natürlich nicht nein. 😉

Auch hier lieben wir wieder unseren Aufenthalt, auch wenn zugegebenermassen dieses Hotel mit den anderen Anantaras nicht ganz mithalten kann. Aber wir sind froh, dass wir das “al Sahel” und nicht das “Desert Island Resorts” gewählt haben. Das “al Sahel” bietet wunderschöne Zimmer, ein hervorragendes Frühstück und eine perfekte Lage, um mit den Tieren verweilen zu können. Das “Desert Island Resorts” können wir für die Strandtage nutzen und auch mal dort zum Frühstücken hingehen, aber hiervon sind wir wirklich gar nicht überzeugt. Es wirkt ein bisschen, wie einer dieser gruseligen lost places. 

Dann gibt es noch das dritte Anantara auf Sir Bani Yas und zwar das Anantara Al Yamm Villa Resort. Dieses gilt als adults-only Hotel, auch wenn das nicht ganz eindeutig auf der Webseite erkennbar ist, da es scheinbar einen “Kidsclub” geben soll. Vermutlich handelt es sich hierbei aber um fälschliche Informationen. Unsere Adults-Only-Zeit kommt irgendwann wieder. Vermutlich trauern wir dann der jetzigen Zeit mit Kleinkind hinterher 🙂. “Enjoy the moment”, “Im hier und jetzt leben”, und weitere Parolen, aber manchmal will man eben vielleicht auch eine Stunde länger schlafen. 

Anantara Hotel Sir Bani Yas
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hotel eigener Pool im Anantara Hotel auf Sir Bani Yas
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Sir Bani Yas: Tier und Strandferien

Ausflüge auf Sir Bani Yas Island: Safari frühmorgens oder bei Sonnenuntergang

Neben der Inselerkundungen und den Vogelbeobachtungen ist die Safari natürlich das Sightseeing-Highlight überhaupt. Glücklicherweise können wir diese Aktivität auch mit unserem Sohnemann machen und so geniessen 1-2 Stunden Safari mit Giraffe, den Oryxen, einem Zebra und weiteren Tieren. 

Sir Bani Yas Vogel
Eine Safari Insel in den Emiraten
Safari und dabei Giraffe sichten in den Emiraten
Reisetipp Abu Dhabi: Sir Bani Yas
Reisetipp Emiraten, Dubai, Abu Dhabi
Sonnenaufgang bei Sir Bani Yas Insel

Nun geht es für uns zurück nach Dubai. Ab auf die Palme und ab auf den Liegestuhl. Ob uns die Palme gefallen hat? Das lest ihr drüben beim Dubai Blog.

Reisen in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Kindern: Kinderfreundlich und grosszügig

Mitunter ein Grund, warum wir dieses Land gewählt haben: Das Land solle sehr kinderfreundlich sein. Jetzt können wir das durchs Band bestätigen. Schon am Flughafen fällt uns auf – hier interagiert nahezu jeder mit unserem Sohn-nenschein. Wir kommen überall durch, ohne müssig anzustehen und werden durch die Familien-Schleusen gelotst. Drüben auf dem Dubai Blogpost, erzählen wir mehr über die tollen Möglichkeiten mit Kind in Dubai.

Mietauto, Careem/Uber und Taxi mit Kindern in Dubai und den VAE.

Offiziell braucht es einen Kindersitz. Wir haben unseren zusammenklappbaren Nomad i-size, welcher Handgepäck tauglich ist, mit im Gepäck.

Auf einer anderen Reise mit längerem Zwischenaufenthalt in Dubai haben wir keinen dabei und so lernen wir auch, wie es mit den Taxis, Careem und Uber zu und hergeht. Die meisten drücken ein Auge zu. Das ist nicht unbedingt empfehlenswert, aber die allermeisten Taxis und alternative Taxi-Systeme eben keinen mitführen. Wir machen es ungerne, bleiben aber in dieser Situation flexibel. Der Careem Fahrer zockt uns prompt deswegen ab, entgegen dem was wir zuvor besprochen haben.
Wenn ihn die zusätzlichen fünfzehn Franken auf immer und ewig glücklich machen – dann häbs. Manchmal ist kein Ärger und ein „Gutseinlassen“, die bessere Investition, als grossartiges Verhandeln, Streiten und Ärgern. Bei solchen, die es sich aber zur Geschäftspraxis machen, sollte man aber wenn möglich immer dran bleiben.

Item: Wer wirklich eine Transportgelegenheit mit Kindersitz sucht, der bestellt es am besten klassisch beim gängigen Taxi mit Anruf oder am offiziellen Schalter. Auf Career und Uber haben wir die Kindersitzoption nicht oder nur mit grossen Wartezeiten gefunden.

Spielplätze in den Vereinigten Arabischen Emiraten: Schönste Spielplätze der Welt in Dubai

Generell bietet das Land auch an den verlassensten Orten irgendwelche Parks oder Spielplätze. Und im Gegensatz zu unseren Gefilden, gibt es überall Schatten. Klar, bei ihnen sinds auch ein paar Grad wärmer, auch wenn wir meist dann da sind, wenn die Temperaturen ähnlich wie bei uns im Sommer sind. 

Tolle Spielplätze in den Emiraten. REisetipp mit Kind

Wissenswertes und Anekdoten rund um die Emiraten

Wie immer handelt es sich hierbei um Momentaufnahmen, Anekdoten und Situationen, wie wir sie erlebt haben. Erlebt ihr das ganz anders? Wir freuen uns über Eure Kommentare.

  • Wir habens schon einmal am Rande erwähnt: Einheimische hier aufzufinden, ist ein rares Gut. Sie sind eher abends und dann mit Freunden oder Familie unterwegs.
  • Alle Bauten und Strassen sind in sehr gutem Zustand und alles ist sehr sauber. 
  • Das Land wirkt ein bisschen wie Disneyland – insbesondere natürlich Dubai und Abu Dhabi. 
  • Je tiefer die Autonummer, desto teurer. Die einstelligen Autonummern sind ausschliesslich den Royals vorbehalten. 
  • Die Putzequipe besteht fast nur aus Männern. 
  • In jeder Toilette in den muslimischen Ländern befindet sich neben WC-Papier auch ein Schlauch mit Wasser. Dieser Waschgang gehört zur islamischen Kultur – es handelt sich dabei um die rituelle Waschung wudu. Wir waschen unsere Kinder mit Wasser; Wann sind wir in der Gesellschaft als westliche Erwachsene eigentlich aufs Papier umgestiegen? Die islamische Variante ist definitiv die hygienischere Variante. 
  • Die meisten Arbeiten werden durch Inder und Pakistanis durchgeführt. Die Chefs sind oftmals dann Emirati.
  • Bei Einreise bekommt man eine 10GB-Simkarte. Schon ziemlich gäbig – nur gibt es einen kleinen Hacken. Die grosszügigen 10 GB sind nur für 24 Stunden gültig. Aber immerhin. Wir sind shcon zwei-drei Mal sehr dankbar darum gewesen.
  • Die beste Reisezeit würden wir von anfangs November bis Ende März betiteln. Da lässt es sich draussen angenehm leben und abends benötigt es maximal ein Jäckchen. Lustigerweise kommen immer mehr Touristen auch im Juli, wenn es 50 Grad hat. Uns wird erklärt, dass jede Indoor-Anlage (und teilweise auch Outdoor beim Pool oder wo auch immer) mit Klimaanlage ausgestattet ist. Europa hingegen hat fast keine Klimaanlagen und daher lässt es sich im Sommer hier durchaus auch leben, wenn auch dann nur drinnen. Etwas schade für die Naturschönheiten des Landes, aber ja. Wenn man irgendwo drinnen viel machen kann, dann ist es in Abu Dhabi und Dubai. 
  • Die Kinder gehen ebenfalls mit 4 Jahren in den Kindergarten. Es wird ein grosser Fokus auf die frühsprachliche Entwicklung wie Englisch, Französisch und Deutsch gelegt.
  • Zu Beginn habe ich mich darauf eingestellt. Kleine Hinterräume, wo ich (und nur ich) unseren Sohn wickeln kann. Aber falsch gedacht. Die Wickelräume sind riesig und manchmal sogar mit Stillstuhl und Spiegel und allem drum und dran. Und auch in den Männer Toileletten hat Stefan die schönsten Wickelräume gefunden. Somit haben wir uns super abwechseln können. Da kann eine und einer nur staunen.

Nun das wars. Ein langer Blogpost. Aber es hat halt auch viel zu erzählen gegeben.

Und während wir alle verrückt danach sind, möglichst authentische und lokale – manchmal sogar als “echt” bezeichnete – Erlebnisse zu sammeln, ist das hier vermutlich einfach die authentische Emirate. Wir waren hier und dort etwas enttäuscht, sind wir nur ein-zweimal in den Kontakt mit Einheimischen gekommen. Aber ja was heisst schon echt und lokal? Die Emiratis sind nun auch nicht jeden Tag auf dem Souk, am Gold kaufen oder auf dem Kamelmarkt am Verhandeln. Nein, sie befinden sich zumeist indoor, kommen abends aus den Häusern heraus, um in Malls amerikanisches Popkorn zu essen, französisches Dessert zu geniessen und durch die Läden zu schlendern und stehen dann anschliessend mit uns im Stau. Und während wir ab und an es etwas schade fanden, dass wir vergebens das Ursprüngliche suchten, wie wir es in Saudi oder in Oman hatten, dann ist das hier eben so. Im Gegensatz zu Bahrain spüren wir hier dann doch mehr Leben heraus – mehr Leben und weniger Ölraffinerien.
Wir fanden es super schöne Ferien und werden ganz bestimmt ganz bald wieder zurückkehren – also dann, dann wenn wieder alles safe und sound ist. Denn wir haben da noch ein paar Punkte in und weit um Dubai, die wir sehr gerne sichten möchten. Und sowieso: Abu Dhabi kriegt sicherlich auch noch eine Chance. Yalla, bye.

Wunderberry in der Liwa Wüste unterwegs

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