Blog posts

Tasmanien – Lutruwita: Eine 3.5-wöchige Rundreise um die Insel

Tasmanien – Lutruwita: Eine 3.5-wöchige Rundreise um die Insel

Australien

Wir wussten schon länger, dass wir uns eine rund 7-wöchige Auszeit gönnen wollen. Dreissig Tage vor Abreise haben wir immer noch hin und her überlegt, wo es denn hingehen könnte. Ideen? Im Überfluss. Weit weg gerne, aber ohne Malaria, Zika und bitte auch ohne Dengue-Fieber. Gerne auch ins Warme – aber es sollten nicht nur Strandferien werden. Auf die USA haben wir im Moment keine Lust und in Kanada ist Winter.
Meine liebe Seele und ihre Familie liefern uns quasi fixfertig ihren Plan fürs 2026 auf den Tisch. Ja stimmt – Tasmanien; das war doch auch schon lange ein Traum – spätestens seitdem ich das Buch von Nicholas Shakespeare – Sturm gelesen hatte. Das muss Jahrzehnte her sein. Also, nach kurzer Überlegung haben wir gebucht. So 15 Tage vor Abreise. Yahooou Australien – wir kommen. 

Anreise nach Tasmanien: Stopover in Dubai und Perth

Da der Nachtflug von Zürich nach Dubai beim letzten Mal so gut mit unserem Sohnemann funktioniert hat, haben wir gleich wieder diesen gebucht. Die Eingabe haben wir so eingepasst, dass wir einen Aufenthalt für 24 Stunden in Dubai haben und dort auch in einem Hotel übernachten. Wie ihr wisst, sind wir mittlerweile grosse Emiraten-Fans und haben dort unser Pflichtprogramm absolviert und noch ein, zwei neue Sightseeing-Punkte aufgenommen. Kleiner Disclaimer: Die Blogposts Dubai und die Emiraten sind eigentlich fertig getippt, bebildert und ready to publish. Aufgrund der aktuellen Weltlage und der Berichterstattung über Dubai und die Emiraten, verzichten wir derzeit auf die Veröffentlichung. Zumal der Blogpost revidiert werden muss, da das eine und andere Hotel gar nicht mehr existiert.

Am nächsten Morgen geht es weiter nach Perth mit einem Tagesflug. Wer kann von sich schon behaupten, dass man nach Australien gelaufen ist? Also wir können das 😃. Wie geahnt, braucht unser Sohn weiterhin viel Bewegung und wir sind buchstäblich hin und her gelaufen. Das Wichtigste dabei ist unsere fröhliche Stimmung gewesen und wie immer die Nachbarn kommunikativ abzuholen. Die Snackpausen und Essenszeiten geben wieder Energie für mehr Schritte im Flugzeug. Manchmal beschäftigt auch ein Nachbar unseren Sohn und manchmal auch das Flugpersonal. Tja, die schlafende Flugzeit hat für mich ein jähes Ende gefunden, aber das ist ok. Es ist in dem Sinne ein entspannter Flug, dass wir alle drei gut gelaunt sind, unsere Nachbarn und die Crew alle Freude an ihm gehabt haben.
Bei Ankunft in Perth verweilen wir zwei Tage, um Australian Day zu feiern. Dazu mehr dann im kommenden Blogpost zur Südwestküste von Australien.

Ab Perth dauert es nochmals 4.5 Stunden nach Hobart. Auch dieser Flug meistern wir gut. Das Flugzeug ist enger und man kann sich nicht bewegen oder halt maximal auf die Toilette. Aber mit Snacks und Bücher und einem guten Napp geht auch das wunderbar. Der Anflug ist windig und das Flugzeug schaukelt in alle Richtungen. Aber so bekommen wir mehr Sicht aufs Land und oh wow – das hier, das hier wird soo schön. 

Mietwagen in Tasmanien: Sunny East Coast

Nun gut – um auf der Insel herum zukommen, benötigen wir ein Auto. Car Rental East Coast ist mitunter der beste Mietwagenhändler, der uns je unter die Augen gekommen ist. Und ihr wisst, wir haben hier schon üble Erfahrungen gemacht. Wir bekommen eine genaue Beschreibung, wie wir mit dem Shuttle-Bus abgeholt werden, inklusive Bildbeschrieb, später benötigt es noch eine Unterschrift, schnell das Auto begutachten, und vor Ort bekommen wir quasi nur noch den Schlüssel ausgehändigt und los geht es. So eine simple Abholung haben wir wirklich noch nie erlebt. 

Wichtig beim Autofahren: In Tasmanien sollte nachts nur mit sehr viel Rücksichts gefahren werden. Es verwundert nicht, warum viele Einheimische eine riesige Stossstange vor ihrem Auto haben, wenn man die Anzahl toter Tiere auf den Strassen sieht. Gerade nachts hoppelt es von Kängurus über Hase bis zum Fuchs alles was das Zeugs hält. Wir sind teilweise mit Tempo 30-40 nach Hause gefahren, wenn wir mal etwas später von einem Abendessen zurückgekehrt sind.

Beim Osten gibt es noch zahlreiche Schotterstrassen. Man braucht dafür keinen 4×4-Wagen, aber man muss stellenweise etwas vorsichtiger respektive langsamer fahren.

Unterwgs mit dem Mietwagen in Tasmanien
Mietwagen und Mietauto in Tasmanien. Tipps und Tricks
Wildtiere beim Autofahren Tasmanien
Vorsichtig fahren in Tasmanien
Schotterstrasse in Tasmanien

Unsere Route in Tasmanien: Einmal im Uhrzeigersinn rundherum

Wir sind in Hobart gestartet, haben von dort aus erste Ausflüge gemacht und sind vom Süden auf die Bruny Island gefahren. Danach haben wir den Westen, den Norden, dann den Osten und zu guter Letzt noch die Tasman Halbinsel besucht, bevor wir wieder nach Hobart zurückgekehrt sind. Den Blog haben wir aus erzählerischen Gründen in Hobart, West, Norden, Osten und Süden mit der Tasman Halbinsel und Bruny Island eingeteilt.

Einkaufen in Tasmanien: Woolworth und die Bauernmärkte

Für uns ist es immer ein Erlebnis im Ausland in die Supermärkte zu gehen. Macademia-Nüsse, eine quirlige Teigwarenspirale und weisse Pfirsiche sind fast immer in unserem Einkaufskorb gelandet. Wir haben ebenfalls die Woolworth-Karte gelöst – eine Art Cumuluscard. Gefühlt haben wir nie etwas gespart. Wahrscheinlich lohnt es sich nur für regelmässige Einkäufe über mehrere Monate.

Mitunter sind es auch die Bauernmärkte, die es uns so richtig angetan haben. Super feine Sauerteigbrote, rahmige Käsesorten, spezielle Weine und lokale Handarbeiten. Alles sehr schmackhaft, was uns häufig ein feines kulinarisches Abendessen beschert hat.

Gemüse und Früchte in Tasmanien Veggie Shad

Die schönsten Unterkünfte in Tasmanien: 

Wir haben hier unsere schönsten Übernachtungen aufgeführt. Diese würden wir – je nach Preisniveau – auch bei einer zukünftigen Reise, wieder auf unserer Liste setzen.

Maq01 Hotel: Hotel in Hobart direkt am Hafen

Zur Ankunft und zum Abschied gönnen wir uns ein schönes Hotel. Viele wissen – es ist mein Komfort-Laster. Ich und wir mögen schöne Unterkünfte. Aber ich mag auch immer den Mix, denn ich schätze die Möglichkeit immer wieder mehr, wenn wir auch einfacher übernachten. Und wenn man den ganzen Tag unterwegs ist und knapp acht – zehn Stunden in der Unterkunft verbringt, dann braucht es einfach ein Bett und ein Bad.
Bei der Rückkehr erhalten wir sogar ein Upgrade und damit ein riesiges Zimmer. Perfekt um all die tollen Souvenirs gut zu sortieren und dann in den Koffer zu verstauen. Das Hotel lebt vom Storytelling, der hübschen Aussicht auf den Hafen und dem wunderbaren Frühstück und bestimmt auch Abendessen, welches wir aber immer auswärts gegessen haben. Der Hafen ist mitunter eines der schönsten Quartiere in Hobart und lohnt sich daher doppelt. Und der Abendtrunk in der angrenzenden Brauerei passt da auch ganz wunderbar. 

MacQ01 Hotel Übernachtungstipp in Hobart

Low Head: Übernachten in einer Kapelle

Was für ein absolutes Bijou. Diese Kapelle ist in ein wunderschönes Apartment umgebaut worden. Jeder Raum ist mit viel Liebe ausgestattet und es findet sich auch noch ein Altar und diverse andere Objekte, die an die Zeiten der Kappelle erinnern. Es wird gar ein feines getrocknetes Brot mit zweierlei Käse und ein Rosé für uns bereitgelegt. Es stimmt hier einfach alles und die Lage, die just neben dem Fluss liegt, könnte nicht besser sein. Als Roan noch ein Baby war, waren die AirBnBs angenehmer, weil die nächtlichen Unterbrüche niemanden anders gestört haben. Dies war im Hotel jeweils etwas mühsamer. Nun ist er auf Erkundungstour und daher sind Air B’n’Bs mit viel Deko eher so semi-entspannt für uns. Mal schauen, wie es bei der nächsten Reise wird 🙂. Update: Mittlerweile passt beides gut und beide haben ihre Herausforderungen. Entweder müssen wir das Telefonkabel im Hotelzimmer herausziehen, damit wir horrende Gebühren verhindern können oder die zerbrechlichste Deko in Sicherheit gebracht werden.  Das wichtigste ist mittlerweile fast ein Kingsize-Bett.

Low Head Airbnb Kapelle übernachten
wunderschöne Airbnb in Tasmanien

Wynard: Übernachten in einer Scheune

Ein freistehendes Haus steht auf einem Hügel – umgeben von Wiesen und Wäldern. Die Aussicht ist grandios und auch das innere des Häuschens vermag zu überzeugen. Wir geniessen ein Abendessen bei Sonnenuntergang und als wir schlafen gehen, sehen wir in der Gartenlodge zwei Kängurus, die angehoppelt kommen. Wo Fuchs, Hase und Känguru sich gut Nacht sagen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Auch der Sonnenaufgang vermag hier zu überzeugen. Rundum ein schönes Häuschen mit Umschwung und Kamin und einer schönen Lage.

Wynard im aribnb übernachten
Airbnb Tipp Wynard, Tasmanien
Tasmanien Abendstimmung
Sonnenaufgang in Tasmanien
Airbnb Luftaufnahme: Airbnb Wynard

Binalong Bay: Schmuckes Air B’n’b und ein Wohnwagen für romantische Stunden

Dieses Air B’n’B ist einfach, aber sehr schön eingerichtet. Das Zimmer perfekt, ein Heizofen, eine tolle Küche mit Bar und Esstisch und ein Wohnzimmer mit Glühbirnen rundherum. Alles schön zurecht gemacht, so dass wir uns sofort wohlfühlen. Und im Garten steht neben einem Whirlpool noch ein Wohnwagen – ebenfalls mit Bett ausgestattet. 

Binalong Bay Unterkunftstipp
Binalong Bay Wohnwagen Airbnb

Übernachtung an der Adventure Bay: Unser AirBnB mit grossem Garten

Nicht nur das AirBnB ist schaurig gemütlich, sondern auch der über der Strasse liegende Strand ist einfach maximal schön. Dazu hüpfen kleine Filander (auf Englisch heissen diese Pademelon) und Hasen überall her. Und vielleicht lauf ich später auch noch im Busch herum – verzweifelt auf der Suche nach dem weissen Känguru (auf Englisch Wallabys). Dazu gesellt sich eine Feuerstelle im Garten und ein runder Tisch für gemütliche Abend- und Spielstunden und eine wahnsinnig bequeme Couch. 

Schöne übernachtung an der Adventure Bay Island in Tasmanien
Übernachtungstipp Bruny Island: Airbmb an der Adventure Bay

Ankunftsort Hobart und Umgebung: Salamanca Markt, Mona-Museum und Essenstipps

Hobart hat seinen Charme. Hübsch? Ich weiss es nicht. Den Hafen würden wir vielleicht als hübsch bezeichnen. Ansonsten fehlt irgendwie das gemütliche Plätzchen mit schmucken Cafés, in denen man verweilen kann. Dies tut aber der Coolness von Hobart keinen Abbruch. Wir inspizieren das tolle Hotel MACq 01 Hotel, mit seinem tollen Storytelling und machen uns sogleich auf und erkunden den Hafen. 

Der hübsche Hafen von Hobart mit dem Macq 01 Hotel
Hobart am Abend
Must see Hafen in Hobart, Tasmanien

MONA – Das Museum in Tasmanien, Australien und vielleicht auch ein bisschen von der Welt

Wir haben lange hin und her überlegt, ob wir uns das wirklich anschauen wollen und haben uns schliesslich dazu entschieden. Nur auf die Anfahrts-Fähre verzichten wir, da wir immer noch unseren Mietwagen haben. Aber die wäre wohl wirklich auch noch spektakulär gewesen. 

Das Mona Museum ist anders. Es ist das Museum of old and new art. Die Architektur wirkt von aussen unscheinbar. Drinnen wird mit der Weite, der Enge und dem Licht gespielt. Das Konzept des Museums? Provokation, Kontraste und Emotionen. Und das gelingt dem Mona wirklich gut. Verschiedene Themen, wie Leben und Tod, Sexualität, Religion, Gewalt und Körper werden ziemlich verrückt dargestellt. Man kann es fast nicht beschreiben, sondern man muss es erleben. Viele Werke sind humorvoll, ironisch und teilweise auch verstörend, was dann beispielsweise weniger meins war. Ein Sex-Haus oder eine Maschine, die den Tod simuliert. Oder jemand der eine sehr teure Vase, extra fallen lässt. Diese drei Gemälde triggern mich maximal und ich kann das Kunstwerk fast nicht anschauen. Kurz gesagt, das Mona will Emotionen hervorrufen – ob Ablehnung oder Begeisterung. Und das gelingt ihnen ziemlich gut.

Obwohl wir den Sohnemann mit im Gepäck hatten, sind wir über 4 Stunden im Museum gewesen und haben anschliessend noch den Museumsshop angeschaut.

Übrigens befindet sich das Museum auf einem Rebberg. Hier gibt es getreu dem Museum kunstvolle Wein(etiketten). “Elon is a stinky poo poo”, ist mir stark in Erinnerung geblieben. Leider war dieser ausverkauft, aber es hats ein anderer Wein ins Gepäck geschafft.

Must See und Reisetipp in Hobart: Mona Museum
Museum of old and new art. Design Museum in Hobart
Reisetipp Mona Museum Hobart
Mona Museum Reiestipp Hobart, Tasmanien
Reisetipp Mona Museum
Reisetipp Mona Museum

Daneben befindet sich ein wundervoller Spielplatz, der etwas anderen Art. So haben wir dank der Weinbar und dem Spielplatz wieder einmal mehr Zeit verbracht, als wir es uns hätten denken können. 

Moorilla Weingut Mona Design
Spielplatz outdoor beim Mona Museum, Hobart

Salamanca Markt: Bio-Produkte, Hüte und einfach schöne Sachen

Der Salamanca Markt überzeugt uns schon auf den ersten paar Metern. Hier werden alles hübsche und feine Sachen verkauft. Offiziell öffnet der Markt um 8.30 Uhr. Inoffiziell und wohl wissend für Kenner:innen, teilweise schon um 7.30 Uhr und tatsächlich stehen dann auch schon einige Marktstände. Schon bald besorgen wir uns unser Frühstück und beissen alle herzhaft hinein. Wir kaufen Honig (ein Fehler!), handsignierte Kinderbücher von und aus Tasmanien, Popkorn und Wein. Nur DIE Vase bleibt leider da.

Salamanca Markt. Reisetipp und ein Muss in Hobart
Feine Foodstände am Salamanca Markt

Hobart: Ein Arzt-Besuch und ein Möbelgeschäft

Da mein hartnäckiger Husten nicht nachlässt und ich teilweise Fieber habe, entscheide ich mich für einen Arztbesuch. Prompt verschreibt mir dieser Antibiotika und einen Asthmaspray und ich solle dringend einen Grippe- und Corona-Test machen. Die Tests lass ich aus, weil 2025 bleibt niemand mehr zu Hause und Medikamente gibt es hierfür auch nicht. Kleiner Spoiler, dieses *was-auch-immer-das-war“ nimmt mich so richtig mit und beschäftigt mich nun auch noch Monate später.

Lustigerweise warte ich draussen auf meine beiden Männern und beschliesse spontan ein Möbelgeschäft zu besichtigen. Dort springen mir direkt zwei-drei Bilder ins Auge und am liebsten hätte ich eines gekauft. Das Storytelling dazu ist ebenfalls glorreich, da der Verkäufer die Malerin selber kennt. Er war gerade erst auf der Beerdigung ihres Mannes und alle seine Freunde haben Dog Martins und einen tollen Anzug getragen. Es sei die stylistische Beerdigung gewesen und hätte eben zu jener Familie gepasst. Ich verliebe mich noch mehr in die Bilder. Nur passen diese leider nicht in unser Budget. Und ins HandGepäck schon gar nicht. Da wäre nur eine Verschiffung möglich gewesen. Hard as it is – Stefan überzeugt mich, dass das Bild besser im Möbelgeschäft verweilt. Wenn ich jetzt hier aber so tippe, dann zweifle ich grad kurz wieder. Die Bilder sind wirklich toll gewesen.

Essenstipps in Hobart: Broccoli-Salat zum Frühstück, Fish & Chips und Döner

Brunch Tipp – im MACq 01 Hotel

Das Frühstück im MACQ 01 Hotel – genauer gesagt im Restaurant Old Wharf habe ich geliebt. Leider zeigt gerade ein Blick auf die Frühstückskarte, dass mein geliebter morgendlicher Salat aus der Karte verschwunden ist. Roher Broccoli Salat mit einem feinem Dressing, Nüssen und Eiern – angelehnt an ein Frühstück der Aboriginals – haben mich jeden Morgen so verzaubert. Aber auch das Yoghurt und das Brot sind absolute Spitzenklasse gewesen. 

Aboriginal Frühstück Broccoli Saalat

Fischgerichte in Hobart: Fish & Chips und Chowder Soup

Im Fine & Frenzy geniessen wir am ersten Abend direkt ein tasmanisches Ingwer Bier. Dieses – also das Ingwer Bier –  findet man übrigens in ganz Australien. Frisch gebraut oder als Soda ohne Alkohol. Auch ganz wunderbar sind die Fish & Chips – je nach Fisch, welcher halt grad an Land gezogen worden ist. 

Restaurant Tipp für Fisch in Hobart: Das Fine and Frenzy
Fast überall gibt es frisch gebrautes Ingwer Bier in Tasmanien / Lutruwita respektive in Australien. Beispielsweise im Fine and Frenzy in Hobart.

Im Muller geniessen wir eine Chowder Soup. Dazu müssen wir immer in Laune sein, aber die Laune war da und die Suppe ist sehr schmackhaft und auch sättigend gewesen. 

Imbiss: Souv Road – griechisches Fladenbrot mit Brisket

Die Internetbewertungen tönen sehr gut und so gönnen wir uns ein griechisches Fladenbrot mit Brisket und verschiedenem Hummus. Hierbei handelt es sich mehr um eine Imbissbude, aber das Essen ist maximal gut.

Essenstipp in Hobart: Souv Road. Eine Art Kebap.

Jack loves Red: Das berühmte Parmi Chicken

Wird Zeit, dass wir das berühmte Parmi – eines dieser Gerichte aus Australien, dass als Must-Eat gilt – auch noch probieren. Das Gericht ist als Aubergine in die USA gewandert und aus der Aubergine wurde das Huhn und von dort ist es dann nach Australien gekommen; als Chicken mit Tomatensauce und Käse überbacken. Es ist ganz gut, aber die Pizza vermag uns noch etwas mehr zu überzeugen. Vielleicht stand das Parmi Chicken aber auch in zu grosser Konkurrenz zu der amerikanischen Variante in der Cheesecake Factory, welche wir beinahe vergöttern. 

Pubs in Hobart: The Brew Hobart und Cascade Brewery

Wir lieben die hiesigen Pub oder Bierbrauereien und die Weingüter-Kultur. Sie sind allesamt grosszügig, haben Platz für alle möglichen Zielgruppen vom Kaffee-Klatsch mit Freundinnen, zu Grossväter, die über die alten Zeiten sprechen, bis hin zu jungen Vätern, die mit ihren Kindern vorbeischauen und das Bier ist jeweils auch noch gut. Und sonst gibt es immer eine frisch gebraute Ingwerversion, die garantiert schmeckt. 

Live Musik, Billiard, gutes Bier und viel Platz für unseren Sohn um zur Musik mitzutanzen im Brew Hobart. Wir und ein paar Pub-Besucher freuen uns alle ab dem spontanen Tanz und machen einfach mal mit. 

Brauerei direkt in Hobart the Brew in Tasmanien
Brewing Hobart Company. Schönes Pub drinnen und draussen

Die Cascade Brewery ist in einem alten imposanten Gebäude. Leider handelt es sich dabei aber wirklich nur die Brauerei und das Pub befindet sich daneben. Etwas schade, aber irgendwie auch verständlich. Wir stossen auf unsere sehr schöne Zeit hier an. 

Schönes Pub The Brewery Cascade, Hobart in Tasmanien
Gutes Bier in der Cascade Hobart Brauerei

Hobart Umgebung: Ausflüge im Tahune Forest Airwalk – dem Baumkronenpfad, Apple Cider und Mount Wellington

Ab in die Natur: Und so wählen wir den Tahune Forest Airwalk aus. Hoch in den Baumkronen läuft es sich am schönsten. Der Sohnemann hat so Spass daran, dass er gleich alles selber mitläuft und weil es so schön war, hängen wir gleich noch eine weitere Strecke mit dran; diese verläuft dann dem Boden entlang, ist aber nicht weniger schön. Sehr grosse Empfehlung, dieser Tahune Forest Airwalk. Und obwohl wir erst vor kurzem gelandet sind, sind wir schon so voll hier. Jetzt im Moment. Das Wetter wechselt übrigens zwischen „50 shades of grey“, „trännenreichem Geschrei“ und „himmelhochjauchzend blau“. Und das teilweise innerhalb von einer Stunde.

wandern im Tahune Wald
Ausflug von Hobart: Tahune Baumkronenpfad
wander-ausflug nahe Hobart, Tasmanien der Tahune Wald Baumkronenpfad
Wandern nähe Hobart, beim Tahune Forest
Tahune Baumkronenpfad Hobart Tasmanien Lutruwita
Wandern im Tahune Forest

Auf dem Rückweg halten wir noch bei Willie Smith Apple Shed an. Der Ort? Einfach wunderbar. Ganz viel Platz, um zu sein, zu spielen, oder zu weilen und um Cider zu trinken. Das Cider-Menü hat uns nicht ganz so überzeugt, aber vielleicht haben wir einfach auch nur gerade Pech, was die (wechselnden) Sorten anbelangt. Uns sind sie alle zu bitter gewesen. Alleine der Ort und das Essen haben den Besuch super gemacht und uns eine wohlwollende Pause eingelegt. 

Apple Cider Farm Willie Smith

Auch sehenswert ist die Aussicht über Hobart und Umgebung auf dem Mount Wellington. Quasi der Hausberg von Hobart. Ein paar Kurven hoch, das tut dem Ganzen aber keinen Abbruch – nur eine kleine Zwischenhürde. Selbstverständlich kann man auch vier Stunden hochwandern. 

Aussicht vom Hausberg in Hobart: Mount Wellington
Aussicht vom Mount Wellington in Hobart, Tasmanien, Lutruwita, Australien

Der Westen auf Tasmanien: Riesige Bäume, verschlafene Goldminen-Orte und eine entspannte Küste

Mount-Field Nationalpark: 60 great short walks: Tall Tree und Russels Fall

Etwa anderthalb Stunden von Hobart befindet sich unser Ziel im Westen. Der Mountfield-National-Park. Hierbei handelt es sich um einen wunderschönen Nationalpark mit riesigen Bäumen und schönen Wanderwegen. Wir absolvieren zwei Trails:  Tall Trees und Russels Falls. Ersterer ist übrigens ein Teil des 60 great short walks in Tasmanien. Perfekt für uns drei, denn es sind kurze Wanderwege von 20 Minuten bis 45 Minuten, welche unser Sohnemann selbstständig bestreiten kann. 

Wanderung zu den Russel Falls - Wasserfällen im Mount Field Nationalpark
Die Russel Falls Wasserfällle im Mount Field Nationalpark in Lutruwita

Lake St. Clair – Blauer See, schwarze Schwäne und ein paar Fliegen

Weiter geht es dann Richtung Lake St. Clair, wo wir ebenfalls ein paar Wanderungen durchführen. Ganz hübsch zu fotografieren ist auch das blaue Häuschen – das man übrigens nur von weitem betrachten kann – ausser man ist Übernachtungsgast. Schade – gilt doch das blaue Häuschen als Insta-Spot. Die schwarzen Schwäne runden die Schönheit ab. Nur die Fliegen oder die Bremen oder die Wespen sind unausstehlich. Man steigt aus dem Auto aus und man muss sofort loslaufen. Ansonsten wird man zugleich gestochen oder gebissen. Gar nicht so einfach, wenn man dem Kind dann noch die Schuhe anzieht, der Hut im Auto zuerst wieder gesucht werden muss und der Rucksack gepackt wird. Auch später beim Wanderweg beim Besucherzentrum wird es nur minim besser. Unsere Pfirsich verschlucken wir alle fast ganz. Die Summ-Summ-Biester sind des Teufels. Und irgendwo hat es mit dem Protein-Bedarf auch seine Grenzen..

Haus mit Steg auf dem See in Tasmanien
Haus mit Steg auf dem See im Saint clair Nationalpark
Sankt Clair Strände

Queenstown: Ehemalig verstaubtes  Mienendorf trifft auf kühlen Regenwald

Unser nächster Halt soll Queenstown sein. Unterwegs absolvieren wir noch den Franklin River Nature Trail (wieder einer dieser 60 great short walks) von rund 25 Minuten und fahren dann auch schon weiter – bis zu den Nelson Falls. Auch hier vertreten wir uns nochmals etwas die Beine und legen eine Essenspause ein. Nun geht es aber Richtung Queenstown. Das Cento Valli, ein benachbartes Tal bei uns zuhause mit über hundert Kurven, ist hierbei ein Witz dagegen. Kurve um Kurve und ich muss mich konzentrieren, dass mir auf dem Beifahrersitz nicht schlecht wird. Zum Glück schläft Roan tief und fest. Seine Kotztüten sind mittlerweile in meiner Nähe, denn ich werde von Minute zu Minute weisser um die Nase herum.
Ich bin überaus froh, als wir in Queenstown ankommen und brauche erstmal ein paar Minuten, um meinen Gleichgewichtssinn wieder an Ort und Stelle zu bekommen.
Queenstown wirkt wie ein bisschen, als ob die Zeit angehalten worden ist. Die Mienen sind leer geräumt und ausser den Altbauten wirkt der ganze Ort etwas verstaubt. Der Bahnhof vermag Stefan zu begeistern und mir tut indess die frische Luft sehr gut.

Wir geniessen einmal thailändisches Essen im Restaurant Mimso. Dort gibt es blauen Reis, welcher mit einer speziellen Blüte gefärbt worden ist und gut für die Gesundheit sein soll. Das Essen ist ganz ok – die Atmosphäre eher etwas altbacken. Aber das scheint generell der Tenor in diesem Ort zu sein. Denn auch das mit “Karte bezahlen”, wird hier eher belächelt, teilweise sogar noch mit einer Gebühr versehen oder es ist gar nicht erst möglich.

Queenstown: Westcoast Wilderness Railway – Mit der Eisenbahn in den Regenwald

Eines der Highlights in Queenstown ist der Besuch der Dampflokomotive. Da Stefan die Eisenbahn – und insbesondere die Dampflokis – liebt, buchen wir spontan einen Trip in den Regenwald. Und die einstündige Fahrt lohnt sich tatsächlich. Nach wenigen Minuten ist vom verstaubten Örtchen nichts mehr zu sehen und man befindet sich im dichten Dschungel. Daneben ein orange-farbiger Fluss. Ursprünglich ist die Eisenbahn gebaut worden, um das Gold und das Kupfer aus den Mienen zu transportieren. Danach ist die Eisenbahn mehrere Jahre nicht benutzt und erst seit wenigen Jahren für den Tourismus wieder eröffnet worden. Das Goldschürfen brauchen wir nicht unbedingt, aber die Fahrt und die Aussichten haben sich mehr als gelohnt. 

Tassie Zugfahren an der Westküste: Queenstown in Lutruwita
Mit der Bahn durch Tasmanien: West coast Wilderness Railway
West coast Wilderness Zug. Bahnfahren entlang dem orangen River
Im Regenwald Bahnfahren. Möglich in Queenstown, Tasmanien

Strahan: Eisenbahnweg, Küste und ein kurzer Lauf in den Dschungel

Das nächste Ziel Strahan wirkt wieder etwas hübscher. Aus der alten Eisenbahnlinie wird ein flotter Gehweg gemacht und so geniessen wir diesen Spaziergang entlang der Küste. Auch die Hogarth Falls lassen wir uns nicht entgehen und wir können bis am Schluss fast mit dem Buggy durch den Regenwald fahren. Es riecht überall sehr gut und der kleine Walk tut uns so richtig gut. Am Schluss hat man noch die Möglichkeit am Strassenrand Pinienkerne zu kaufen. Leider ist der Sack gerade etwas zu gross für unser doch sehr volles Auto. Es ist wirklich ein riesiger Sack – und ich rede hier nicht von 2-3 Kilos, sondern eher von 30 – 40 Kilos.

Reisetipp Strahan: Eine ehemalige Eisenbahnstrecke als Fussgängerweg
Strahan Tasmanien Momentaufnahme
Strahan hübscher kleiner Hafen
Strahan hübscher Ort in Tasmanien
Hogarth Falls Tasmanien Strahan
60 Kurz-Wanderungen in Tasmanien. Hogarth Falls bei Strahan mit Kinderwagen

Zurück im Zentrum zieht es uns ins The Coffee Shack. Wunderbares Essen, feiner Kaffee und dazu noch tolle Musik. Eine wunderbare Pause für uns alle drei und so sind wir wieder voller Energie, so dass es uns zum Entrance Island Lighthouse zieht. Hier ist es wunderschön und neben wenigen Einheimischen sind wir hier quasi alleine. Auch der Lookout Ocean Beach lässt sich wunderbar ansehen. Schade, sind wir nicht mehr in der Gegend, wenn Sonnenuntergang ist. 

Chilliges Café in Strahan
Entrance Island mit Leuchtturm in der Nähe von Strahan, Tasmanien
Entrance Insel und der Leuchtturm in Tasmanien
Tasmanien: Berge, Meer, Dünen, Regenwälder und farbige Steine
Schöner Strand im Westen von Tasmanien, Look Out Strand
Look Out Strand in Tasmanien, Lutruwita

Henty Dunes: Sanddünen in Tasmanien

Workout noch gefällig? Die ca. 30 Meter hohe Sanddüne hat es in sich. Das Meer ist aber längs nicht sichtbar und so können wir einfach eine schöne Düne besichtigen. Wir laufen im Sand umher und müssen schauen, dass Roan nicht die falsche Düne wieder herunterläuft. Denn alleine kommt er da nicht mehr hoch.

Dünen in Tasmanien: Henty Dunes. Must see
Must See Henty dunes in Tasmanien

Craddle Mountain: Wandern, Wombats und der tasmanische Teufel

Auf der Fahrt zu Craddle Mountain passieren wir weitere verstaubte Ortschaften wie Queenstown. Zeehan und Rosebery zum Beispiel. Viele schmucke Häuser zeugen von der vergangenen glorreichen Mienen-Zeiten. Heute haben wir den Eindruck, die einzigen Menschen in diesem Ort zu sein. Auch später fahren wir durch einige Mienendörfer durch. Bei manchen werden immer noch Rohstoffe abgebaut. Andere erdulden das gleiche Schicksal wie Zeehan.

Zeehan Post office, verlassene Stadt
Zeehan alte Mienenstadt
Rosebery verlorene Orte und lost places. ehemalige Mienenstadt
Anreise Craddle Mountain

Übernachtung Craddle Mountain Wilderness Village

Auf diesen Nationalpark freuen wir uns besonders. Seine prägnanten Berge bieten wunderbare Aussichten und zeitgleich sollte man hier auf alle Fälle die äusserst härzigen Wombats sichten.

Manche sind mit Camper da – wir mit unserem Mietwagen haben ein Häuschen gebucht. Es passt wunderbar für die kommenden Tage und wir fühlen uns sofort wohl hier. Wir haben immer noch Käse von einem Markt im Gepäck und mit Kartoffeln und Salat bereiten wir uns ein richtig typisches Schweizergericht – Gschwellti mit Chäs – zu.

Craddle Mountain, das Wanderparadies in Tasmanien
übernachten im Nationalpark Craddle Mountain. Wie man mit dem Auto in den Park hineinkommt
Craddle-Mountain-Tasmanien must visit

Wanderungen bei Craddle Mountain: Mit dem eigenen Auto in den Nationalpark und Shuttle-Bus

Noch ein paar Worte zum Craddle Mountain Nationalpark. Innerhalb der Wanderzone, kann man normalerweise nicht mit dem eigenen Auto herumfahren. Aber es gibt eine Ausnahmeregelung. Vor 8.00 Uhr morgens und nach 18.30 Uhr kann man mit dem eigenen Auto wieder hinein. Verlassen kann man den Park jederzeit, die Shuttles haben aber immer Vorrang. Wir haben vor allem die morgendliche Frühzeit genossen, um um den See zu wandern, wo der Lake zumeist noch spiegelglatt ist und es so wunderschöne Fotos gibt und man eben auch noch in Ruhe ist. Um 9 Uhr wird der Nationalpark so richtig voll und damit die Wanderwege ebenfalls. 

Pencil Pine Falls: Ein kurzer Spaziergang nach dem Abendessen

Dieser 500 Meter-lange Weg ist perfekt, um nach dem Abendessen noch etwas die Beine zu vertreten. In der Dämmerung kommen auch die ersten Wombats heraus und yahouuu wir sehen Wombats und natürlich auch ein paar Kängurus. Auch der Wasserfall ist im Abendlicht ganz schön anzuschauen. 

Wanderung Pencil Pine Falls Spaziergang
Abendspaziergang zum Craddle Mountain Pencil Pine Falls
Wanderung Craddle Mountain Circuit Lake: Eine 2-3stündige Rundwanderung um den See. Ein

wunderschöner Rundgang, meistens Flach ausser gegen Ende – sofern man die Wanderung im Uhrzeigersinn macht. Nur die Wespen oder Bremen vermögen uns ab und an etwas zu stören. Ein Nachteil wenn man sehr früh unterwegs ist? Holt euch unbedingt einen Ast mit ein paar Zweigen dran. Sonst läuft man Gefahr direkt mit dem Gesicht in das eine oder andere Spinnennetz zu gelangen.

Rundwanderung um den See beim Craddle Mountain: circuit Lake
Wanderung Circuit Lake beim Craddle Mountain
Spiegelung See bei Craddle Mountain
Viele verschiedene Wanderwege im Nationalpark bei Craddle Mountain
Wunderschönes Craddle Mountain im Innern von Tasmanien
Craddle Mountain Wunderberry
Wunderberry in Tasmanien.
Reisetipp tasmanien: Craddle Mountain

Im grossen modernen Gebäude geniessen wir unseren weissen Pfirsich (absolut die besten) anschliessend ganz ohne Wespen oder Bremen. “Always was und always will be” erinnert uns wem Tasmanien, also Lutruwita gehört: Den Ureinwohner:innen. 

Umgang Aboriginals in Australien. Es war und wird immer ihr Land sein.
Enchanted Walk: Ein kleiner Spaziergang auf einem Rundweg

Obwohl wir recht erledigt sind, absolvieren wir noch eine weitere kleine Rundwanderung. 20 Minuten oder rund 1.1 Kilometer. Der kleine Mann hat noch Enerige. Logisch – er hat die 2-3stündige Wanderung nahezu nur im Wanderrucksack verbracht. Aber egal. Dann machen wir noch eine und er vertretet sich doch auch noch etwas die Beine. 

Tasmanien Craddle Mountain Spaziergang
Ronnys Creek – Overland Track: Wo die Wombats bei Craddle Mountain zu finden sind

Wir laufen ein paar Minuten auf dem Holzsteg und schon sehen wir die ersten Wombats. Babywombat und Mamawombat. Wombats überall. Die sind soo süss, dass man instinktiv die Lust bekommt, diese kleinen Knäuel zu streicheln. Wir belassen das aber, denn Wildtiere darf man nicht streicheln. Aber sagt das mal den anderen Touristen. Wir und ein paar andere ermahnen diese das nicht zu tun. 

Wombat Wildtier nicht füttern oder streicheln
Wombat in Tasmanien. Ein Wildtier, welches nicht gefüttert oder gestreichelt werden darf
Wanderung Crater Lake und Marion’s Lookout 

Hierfür stehen wir nochmals sehr früh auf. Um 5 Uhr. Über einen sehr gut ausgebauten Wanderweg – wie eigentlich alle Wanderwege beim Craddle Mountain oder überhaupt in Tasmanien und Australien – machen wir uns auf den Weg zum Kratersee. Wir sind sehr froh, so früh unterwegs zu sein, weil kaum ist die Sonne da, ist es doch schon sehr warm. Nach gut einer Stunde sind wir auch schon beim See und entscheiden uns noch für die halbstündige Verlängerung zum Lookout Marion. Diese Etappe ist etwas steiler, lässt sich aber immer noch gut machen – und das trotz Kind auf dem Rücken. Wir geniessen die grandiose Aussicht über den See und den Nationalpark. Da es recht windig ist, gehen wir nicht allzu spät zurück. Als wir gegen 9.30 Uhr schon fast unten sind, starten viele erst die Wanderung. Die pralle Sonne scheint, die Bremen oder Wespen fliegen wie verrückt und so manch eine und einer beneidet uns um den Kopfmückenschutz oder um unser frühes Aufstehen.

Marions Look Out Wanderung im Nationalpark Craddle Mountain
Schöne Aus- und Weitsicht beim Marion Lookout
wunderberry beim Marion Lookout in Tasmanien

Craddle Mountain Sanktuarium: Alternativprogramm zum Wandern im Craddle Mountain Nationalpark

Auch wenn wir selber einen tasmanischen Teufel in Freiheit erhascht haben, so ist das überhaupt nicht selbstverständlich. Daher lohnt sich meistens auch ein Besuch im Santuarium. Wer will darf auch gerne einen adoptieren. Also um ehrlich zu sein: Wir wollen ihn nicht wirklich. Für uns ist es wie eine grossgewordene Ratte, die kreischt und stinkt, wenn es wütend wird. 1930 hat man übrigens geglaubt, dass der tasmanische Teufel fast am Aussterben ist. Mittlerweile hat sich der Bestand erholt – wenn auch nicht ganz ohne Probleme. Eine Vielzahl der tasmanischen Teufel haben einen Gesichtstumor, der vermutlich eine Folge von Inzest sein könnte, weil es zu wenig verschiedene Arten gibt. Obwohl man sich für eine Impfung bemüht, ist dies für Wildtiere sehr schwierig umzusetzen. Übrigens wird vermutet, dass es auf der Tasman-Halbinsel keine Infektionen gibt, da diese Halbinsel nur via Brücke erreichbar ist. Die Kehrseite der Medaille? Der dortige tasmanische Teufel sorgte dafür, dass eine ganze Pinguinen-Kolonie ausgerottet worden ist…

Der Bestand des tasmanischen Teufels hat sich erholt
Tasmanische Teufel, ist oftmals krank

Der Norden auf Tasmanien: Strände, Pinguine, Käse und Kappellen

Nun verlassen wir den Westen und es zieht uns richtig Norden an die Küste. “Schön, seid ihr hier”, werden wir mehrmals damit begrüsst. Anscheinend zieht es nur wenige Touristen in den nördlichen Teil von Tasmanien. Viel zu schade, wie wir bald in Erfahrung bringen. 

Boat Harbour Beach: Bester Strand in Tasmanien

Irgendwo in einer unserer Unterkünfte sehen wir uns ein Buch über Tasmanien an. Und irgendwo darin wird ein Local interviewt, dass der Boat Harbour Beach einer der schönsten Strände von Tasmanien ist. Und ja – was soll ich sagen: Einer unserer Lieblingspunkte in Tasmanien. Dieser Strandabschnitt hat uns so sehr gefallen und wir haben hier an mehreren Tagen einfach gebadet, gechillt, Kaffee getrunken oder Zeit auf dem Spielplatz verbracht. Wie das so ist mit den Stränden – manchmal fühlt man es und manchmal nicht. Und das muss nicht mal beim schönsten Strand sein. Der feine Sand und das glasklare Wasser und die umgebende Landschaft laden direkt zum Baden ein. Die Wärme respektive Kälte benötigt etwas Überwindung, aber wenn man mal drin ist – passts ganz gut. 

An einem dieser Tage, war einmal dicker Nebel. Allerdings nicht vom Wetter, sondern die Waldbrände, die es in Tasmanien und Australien jeden Sommer wieder gibt. Wir haben stets die lokalen News geprüft und sind im Kontakt mit unseren Air B’n’B-Besitzer:innen geblieben. So wussten wir jeweils, dass wir nicht in Gefahr sind – aber wachsam bleiben müssen. 

schönster Strand in Tasmanien Boat Harbour Beach
Baden in Tasmanien Boat Harbour Beach
Boat harbour Beach
Einer der schönsten Strände in Tasmanien: Boart Harbour Beach
Waldbrände in Tasmanien: Dicker Nebel

Rocky Cape Lighthouse: Ein Leuchtturm

Ganz hübsch anzuschauen, aber wie das auch mit Windmühlen und so ist – für gewöhnlich sehen sie aus der Weite fast schöner aus. 

Burnie: Strandspaziergang und ein Kaffee in der Kapelle

Mit ein paar Stopps zwischendrin (Fossil Buff Lookout und der vorzügliche Markt Youngs Veggie Shed)  ist unser nächstes Ziel Burnie. Burnie ist bekannt für die abendlichen Pinguintouren. Diese lassen wir hier aber aus, da wir die Pinguinbesichtigung für einen anderen Ort geplant haben. 

Marktstand Youngs Veggie Shad einkaufen

Wir besuchen den tollen Spielplatz Burnie Park Playground und den dazugehörigen Park. Dieser Park bietet für jedes Alter etwas und sogar auch für Menschen in Rollstühlen. So geht Inklusion.
Ebenso besuchen wir das Cooee Foreshore Reserve, welcher ein schöner Strandabschnitt ist, aber mehr auch nicht. 

Brunie – The Chapel: Kaffee in einer umgebauten Kapelle

Später besuchen wir the Chapel – ein schmuckes Café in Burnie. Das besondere daran? Es befindet sich in einer alten Kapelle. Das ist alles so schön geworden und auch das Essen und selbstverständlich auch der Kaffee lassen sich sehen. Das Café hat mich zusätzlich nochmals beeindruckt, weil unser Sohn einer seiner ersten Autonomiephasen lautstark geäussert hat. Für mich wurde es gerade zu viel und so kämpfte ich mit den Tränen, während Stefan sich dem Sohnemann annahm. Die aufmerksamen Kellner bemerkten dies und ich habe kostenlos einen Café bekommen – für Tage wie diese. Das war grad sehr schön und Balsam für die Seele. Stefan und ich haben uns später noch darüber unterhalten, ob er als Papa wohl auch so einen Kaffee bekommen hätte. Vermutlich nicht. Wir sind uns aber auch einig, dass Mütter generell den schwereren Stand in der Gesellschaft haben, als es Väter haben.

Low Head: Pinguine und Übernachten in einer Kapelle

Unterwegs von Burnie nach Low Head

Dann geht es für uns auch schon wieder weiter. Unterwegs zu Low Head machen wir ein paar Zwischenstopps: Bsp. im Städtchen Penguin. Inmitten des Stadtzentrum steht auch ein riesiger Pinguin. Tja und wie könnte es sein, kommen zwischen Dezember und März zahlreiche Zwergpinguine an Land. Wir erkunden den Ort und bleiben wo es uns gefällt. Ganz gut gefällt uns Penguin Surf Live Saving Club. In Ulverstone haben wir den Spielplatz besucht und in Devonport den hübschen Leuchtturm und irgendwann landen wir beim Green Beach. Ganz so hübsch wie der Boat Harbour Beach ist er nicht, aber doch gibt auch dieser etwas her. Eigentlich wären wir noch gerne in den Narawntapu-Nationalpark gegangen. Aber die Strassen sind schlecht und wir lesen, dass dies die Hochburg von Schlangen sei. Normalerweise bin ich diesbezüglich mittlerweile etwas sicherer unterwegs. Aber da wir schon auf dieser Landstrasse zwei Schlangen sehen, lassen wir den Park sein.

schöne Spielplatze in Tasmanien: Beispielsweise Ulverstone
Penguin Ortschaft in Tasmanien
ReiseTipp Tasmanien: Strände, Regenwald, Berge und Klippen und viele Wildtiere
Geen Beach, Grüner Strand

Angekommen in Low Head besuchen wir gleich unseren AirBnB für die kommenden Nächte. Dieses befindet sich in einer Kapelle. So schön und weiter oben, haben wir bereits davon erzählt. Auch schön ist, dass die Unterkunft gleich beim Fluss ist und wir da unsere Abendstunden verbringen. Und wie das mit mir so ist, besuchen wir auch noch einen Leuchtturm in der Gegend. Enyd Blyton mit den 5 Freunden und dem Leuchtturm hat mich nachhaltig geprägt. So richtig entschleunigend und wir werden gleich warm mit der Ortschaft, der Unterkunft und einmal mehr sind wir so so glücklich in Tasmanien zu sein. 

Tasmanien Reisetipp Leuchtturm
Reisetipp Lutruwita
Sonnenuntergang im Tamar Valley bei Low Head

Sobald es eindunkelt, schauen wir noch bei “Low Head Penguin” vorbei. Jetzt ist es Zeit für unsere Pinguin-Tour nach dem diese in mehreren Örtchen im Norden angepreist werden. Das geht ganz wunderbar auch mit Roan, da er heute viel geschlafen hat. Am Strand warten wir bis die Pinguine kommen. Und siehe da. Sie kommen tatsächlich. Immer einer voraus – quasi um die Lage abzuchecken und alle anderen tschalpen hinterher. Herrlich schön. Ihr Ziel war übrigens der Busch. Dort haben sie ihre Jungen versteckt, die auf Nahrung von den Eltern warten. Das wiederum ist für unser Elternherz eher etwas grausam. Aber so sind wir Lebewesen alle unterschiedlich.

Ausflugtipp in Tasmanien Low Head: Pinguine besuchen

Eastman Beach: Gemütlicher Strandabschnitt

Ein weiterer toller Strand war bei Eastman Beach. Eigentlich waren wir auf der Suche nach dem Adams Beach – aber Google Maps wollte uns hierzu partout nicht hinführen. Aber so tragisch war das schlussendlich nicht, weil die Anlage beim Eastman Beach sanitäre Anlagen inklusive Duschen geboten hat. Das schätzen wir bei den Sandstränden schon immer sehr. 

wunderschöne Strände in Tasmanien
Schöner Strand Eastman Beach
Reisetipp im Norden Eastman Beach Tasmanien

Im Norden bei Rosevears im Tamar Valley auf Genusstour: Weingüter, Trüffel, Himbeerenfarm, Lavendel und Käse

Das Tamar Valley ist ein wahres Genussparadies rund um den Tamar River. Alles wirkt perfekt, aber auf natürliche Weise schön insziniert. Vergrössert man den Perimeter rund um den Tamar River, findet man noch mehr Genuss.

Ashgrove Cheese Dairy Door: Tasmanien Käse perfekt inszeniert

Ich glaube wir in der Schweiz hätten wir auch noch mehr potential unsere Milch und die dazugehörigen Produkte zu inszenieren. Unglaublich wie erfolgreich das Tasmanien das umsetzt. Feiner Käse, feine Mahlzeiten (auch wenn uns die Mac’n’Cheese nur semi-begeistert haben – dafür war die Käseplatte super) und auch spielerisch interaktiv für die Kleinen. Roan hat so seinen Spass die Kuhglocken zu läuten und wir probieren uns durch den Käse. Ein voller Erfolg. Es handelt sich hierbei übrigens um einen der grössten Milchverarbeiter der Insel und den Käse sieht man überall in den Supermärkten – auch auf dem Festland in Australien. Der Käse ist gut – wenn auch nicht so perfekt, wie wir es auf Bruny Island erlebt haben. 

Ashgrove Laden in Tasmanien. Ein Highlight auch zum Essen

Christmas Hills Raspberry Farm: Himbeeren, Himbeerenprodukte und ein toller Spielplatz

Wie idyllisch die Farm doch hier liegt. Hier gibt es alles was man sich von und mit Himbeeren wünscht. Die Christmas Hills Raspberry Farm bietet vom Apéro, zum 3-Gang-Menü bis zum Dessertbuffet und hausgemachten Souvenirs alles was das Herz begehrt. Die frischen Himbeeren verzücken uns alle drei: sie sind riesig und einfach wahnsinnig gut. Ich erwähne das mit dem Spielplatz immer wieder, denn diese Restaurants, Weingüter, Bierbrauereien oder Farmen mit Spielplatz geben uns allen drei einfach immer sehr viel. Wir hierzulande haben kaum Restaurants mit Spielplätzen. Und dann meist schon gar nicht in schön oder in gross.

Pipers Brooks Vineyard: Schönes Weingut mit toller Aussicht

Das ist Erholung für uns, meine lieben Freunde. Ein weitläufiges Gebiet. Ein feines Glas Wein und eine tolle Käseplatte dazu. Roan kann umher springen und die Welt entdecken, ohne dass es jemandem zu viel wird. Der Wein ist jetzt nicht grad der beste, den ich je getrunken habe – der Moment hier zu verbringen, ist jedoch wunderschön gewesen. Und die Käseplatte war etwas vom besseren und gibt uns Inspiration für tolle Apéros bei uns zuhause.

Weingut mit Apéro. Reisetipp Tasmanien Wein und Kulinarik

Jansz Weingut: Weindegustation für ein paar wenige australische Dollar

Hier statten wir eher einen kleinen Besuch ab. Ich probiere mich trotzdem durch den Wein und Stefan geniesst ein Ingwerbier. Das Tamar Valley bietet so viele Weingüter, dass man wirklich zwischen Dutzenden auswählen kann. 

Pipers Brooks Truffle: Trüffelprodukte im Spätsommer

Ihr wisst: wir lieben Trüffel. Wir statten einen kurzen Besuch ab – ein Glässchen kommt mit. Denn Salat, Nudeln und Trüffelsauce sind ein rasches zNacht, wenn wir mal den ganzen Tag unterwegs sind und nicht mehr soviel Zeit und Lust haben, um zu kochen. 

Bridestowe Lavender Estate: Riesige Lavendelfelder und auch zur Off-Season ein Besuch wert.

Tja, die Hochsaison des Lavendels haben wir verpasst. Die Sträucher sind verblüht oder weg. Aber ein Besuch lohnt sich dennoch noch. Sei es alleine, um die heisse Schokolade mit Lavendel, das Lavendel-Eis oder diverse andere Produkte zu köstigen. Wir dürfen sogar unser Picknick-Früchstück an einem der Tische essen, gönnen uns aber anschliessend noch ein paar Lavendelprodukte. Die Hochsaison ist übrigens jeweils im Dezember bis zur ersten oder zweiten Januarwoche. 

Lavendel Eis im Bridestowe Lavender Estate
Lavendelfelder in der Nebensaison: Bridestowe

Weitere Sehenswürdigkeiten im Tamar Valley: Spaziergänge, Freischwimmbad, Grindelwald

Schwimmen im Freibad: Seilbahn über dem Kopf

An diesem Tag ist es ungewöhnlich heiss in Tasmanien. Wir haben 31 Grad und entscheiden uns für ein tolles Schwimmbad in Cataract Gorge Reserve. Lustigerweise geht eine Seilbahn über das Schwimmbad und es ist einfach eine schöne Stimmung. Wie überall ist auch hier das Schwimmbad eingezäunt – um es vor den Wildtieren zu schützen. Das Gute: Der Pool ist schön sauber. Die Liegewiese weist aber schon ein paar Kotstellen auf und es ist teilweise schwierig, eine “saubere Stelle” zu finden. Aber das scheint definitiv mehr ein Problem von Touristen, als von den Einheimischen zu sein. Die kennen einfach nichts anders. Das Schwimmbad ist übrigens kostenlos zugänglich.

Schwimmbad im Norden in Tasmanien. Cataract Gorge Reserve

Launceston: Die zweitgrösste Stadt Tasmaniens

Schwimmen macht bekanntlich durstig und so setzen wir uns in eine Brauerei der Saint John Craft Beer Bar. Die ist so toll, dass wir gleich noch ein paar Snacks bekommen. Endlich mal eine Bar, die einen Kinderstuhl und Kinderspielzeug hat. So wichtig, wenn es die Eltern auch gut haben wollen. Und das Bier für mich und das Ingwerbier für Stefan schmecken ebenfalls. 

Wir shoppen noch ein wenig durch die Stadt. Vermutlich ist das die kuuhlere Stadt als Hobart. Schade – im Nachgang hätten wir hier wohl noch etwas mehr Zeit verbracht. Aber die ganze Insel ganze Region ist so toll, dass es wirklich schwerfällt, wo man denn nun sein will. Wir finden zum Abschluss noch einen tollen Spielplatz, um den Sohnemann nochmals etwas auszupowern. 

Grindelwald: Schweizer Feeling in Tasmanien

Ha lustig. Wir sind in Grindelwald. Ein schweiz-ähnliches Dörfchen inmitten von Tasmanien. Und das lustige daran? Es wurde von einem Holländer gebaut. Wir sind durchs Dorf gelaufen und haben über die hübsche Imitation unseres Heimatlandes und unseres Home-Away-from-Home geschmunzelt. 

Grindelwald in Tasmanien: Wie ein Holländer ein Stück Schweiz in Tasmanien erschuff

Tamar Island Wetland Centre: Ein Spaziergang über Holzstege

Ein wunderschöner Spaziergang erwartet uns beim Tamar Island Wetland Centre. Die Schlangenwarnungen ignoriere ich sehr stark, denn es wirkt alles so idyllisch und vertritt uns für eine Stunde auch nochmals die Beine. Aber seht selbst:

Tamar Island Wetland Spaziergang
Tamar Island Wetland Center spazieren

Der Osten auf Tasmanien: Orange Steine, die berühmte Wineglas Bay 

Die Strände im Nordosten von Tasmanien

Unser erstes Ziel im Osten ist Eddystone mit dem dazugehörigen Leuchtturm. Das Meer hier hier ist deutlich rauer – was allerdings auch am Wetter liegen kann, denn der Wind bläst aus allen Nähten und die Temperaturen sind wesentlich kühler. 

Auch bei Ansons Bay halten wir an um das Remote Paradies zu erkunden. Remote ist es allemals – aber jetzt nicht sonderlich schön irgendwie. Zumindest den Weg zum Strand hin, nicht so.

Eddystone Meer an der Ostküste Tasmanien.
Wandern beim Eddystone in Tasmanien
Ansons Bay Tasmanien, Lutruwita

The Gardens Orange Steinen, rauhe Klippen, schöne Wege

Deutlich besser gefällt uns dann der Jeanneret Beach und die Binalong Bay. Nicht nur ist hier alles schön herausgeputzt und es hat hübsche Cafés, sondern wir sehen zum ersten Mal so richtig die orangen Steine, welche bekannt für die hiesige Region ist. Das Blau oder Grau mit dem Orange sieht einfach wirklich schampar schön aus. Am einfachsten sind diese über die Skeleton Bay Reserve ersichtlich, wo sich ein Parkplatz befindet. 

Jeanneret Beach in Tasmanien
Strand Jeanneret Beach
Binalong Bay Bucht orange Steine
Orange Felsen in Tasmanien / Lutruwita: Reisetipp
Schönes Tasmanien
Tasmanien the rocks, garden orange Felsen
Skeleton Bay Reserve in Tasmanien
Reisetipp in Tasmanien: Weisse Sandstrände, orange Steine und türkisfarbenes Wasser
The gardens Tasmanien orange Steine

In der Binalong Bay können wir übrigens The Hub Pizza and Beer empfehlen. Sehr feine Pizzas mit tollem Ausblick. 

Auch Suicide Beach, Honeymoon Beach und Taylors Beach sind alle wunderschön anzuschauen. Aber Taylors Beach schlägt sie alle. Zumindest in der Momentaufnahme bei uns. Weisser Sand und nicht ein einziger Mensch. Das Wasser immer noch etwas rau – dafür wunderschöne Farben. Wir sitzen und liegen und spazieren hier eine Weile und uns geht es einfach gut. Im Gegensatz zu Taylors Beach wirkt der Jeanneret Beach fast überlaufen. Mit Überlaufen meine ich so 8-10 Personen. Generell ist hier in Tasmanien selten bis nie etwas überlaufen. Auch wenn an der Ostküste mehr Touristen sind, als es beispielsweise im Westen oder im Norden waren. 

Wunderberry in Tasmanien: Reisetipp

St. Helens Bay: Eine Zeitkapsel, schöne Strände und ein gemütliches Dorf

In den schönen Cafés Sco & Co. und the Social Tasmania lassen wir es uns gutgehen. Nebenan auf dem Spielplatz fällt uns ein farbiges Ei auf. Dieses Ei ist von einer Künstlerin erschaffen worden und wird irgendwann zu einem späteren Zeitpunkt nach 10 Jahren geöffnet werden. Wir sind zu früh da. Umso schöner, sind bald einmal unsere Freunde vor Ort. Wenn sie vorbeikommen – werden sie uns das bestimmt erzählen und wir werden dann hier berichten. Tja, die Freunde sind zurück, aber das Ei ist noch zu. Aufgrund von Unwetter ist es beschädigt worden und wird nun irgendwann in den dasigen Wintermonaten geöffnet.

Ei oder Zeitkapsel St-Helens Bay

Auch sehenswert ist der nahegelegene Beerbarrel Beach und die Peron Dünen. Wir lieben diese vielfältige Abwechslung von Tasmanien.

Peron Dünen Tasmanien nahe St-Helens
Wüste in Tasmanien: Peron Dünen

Hübsches Bicheno: Ein Surferspot

Bicheno zieht uns sofort in den Bann. Wir schauen stundenlang den Surfern zu, während Roan ganz gemütlich mit Stein und Sand und Wasser beschäftigt ist. Wir holen uns einen Kaffee und geniessen einfach das wunderbare Nichtstun. 

Bicheno Strand Tasmanien
Bicheno in Tasmanien
Auch Schulklassen surfen bereits in Bicheno in Tasmanien

Später laufen wir dem National Whale Trail entlang bis zu dem Blow Hole. Ausserdem geniessen wir (und gönnen uns) einen Lobster in der Lobster Shack Tasmanien. Der Preis ist zwar immer noch hoch – auch wenn diese quasi hier zu Füssen liegen, aber wenn nicht hier – wo dann? Schlussendlich isst unser Sohn das meiste des Lobsters und wir staunen, welchen Hunger er an den Tag legt. Tja, Chicken Nuggets wären günstiger. Unsere Tischnachbarin meint verschmitzt, dass sie das kenne. Sie hat selber 3 Jungs und die essen teilweise gefühlt einen Bären. Ob der auch so teuer ist, wie der Lobster? 😆

Wandern in Ostküste: Whale Trail
Spazieren in Tasmanien: National Whale
Fischrestaurant Lobster Shack in Tasmanien

Im Farm Shed East degustieren wir Wein (und Ingwerbier) und nehmen ein paar Flaschen mit. Bicheno kriegt einen ganz besonderen Platz in unseren Herzen.

The Farm Shed: Tasmanien
Bier und Weinauswahl in the farm shed Wein

Wineglas Bay und Freycinet Nationalpark: Wandern und Baden in der wunderschöne Bucht

Diese Tage haben wir nicht ganz so schönes Wetter. Das hält uns aber nicht davon ab, erst die kleine Rundwanderung zum Aussichtspunkt zu machen und dann bis zur Wineglass Bay selbst auch zu laufen. Die gut 1000 Treppen meistern wir vorzüglich und auch sonst gibt es immer wieder gemütlichere Streckenabschnitte. Wir haben in den letzten Tagen viele schöne Strände gesehen, diese hier ist aber mit der Brandung und dem dichten Regenwald dahinter nochmals sehr speziell anzusehen. Wir laufen dem Strand entlang und geniessen hier zu sein. Und wir haben Glück. Aufgrund des Wellengangs kommt hier heute kein Schiff vorbei. Der Rückweg fühlt sich anstrengender an und irgendwann fängt es auch noch an so richtig zu regnen. Wir kommen erschöpft, aber glücklich beim Auto an. Hinterher besuchen wir noch die Honeymoon Bay Bucht, welche primär aus den markanten orangen Steinen besteht. Dazwischen sind kleine Sandstrände, die mal mehr und mal weniger zum Baden einladen.

Freycinet Nationalpark auch bei schlechtem Wetter
Freycinet Nationalpark: Wineglas Bay
Wineglas Bay Freycinet National Park
Freycinet Nationalpark wandern
Wunderberry in der Wine Glas Bay
Wineglas Bay in Tasmanien. Reisetipp

Coles Bay: Bootstouren zur Wineglass Bay

Ich hätte die Bootstour eigentlich sehr gerne gemacht. Da diese aber bekannt für den markanten Wellengang ist, lass ich das lieber sein – zumal die See derzeit wirklich rau ist. Zum Glück sind wir hingewandert. Im Geographe Restaurant geniessen wir eine Portion Nachos und erholen uns von den Wanderungen. Da die Sonne zurück ist fahren wir noch zum Richardson Beach. Roan baut Sandburgen (oder -ruinen) und ich wage noch einen Sprung ins Wasser und geniesse das so richtig. Das Wasser ist meist so zwischen 18 und 22 Grad warm. Und auch die Honeymoon Bay ist ein Besuch wert.

Coles Bay in Tasmanien
Coles Bay Freycinet Nationalpark: Schöne Strandabschnitte
Badetipp in Freycinet Nationalpark: Richardson Bay
Wandern und baden im Freycinet Nationalpark
Freycinet Nationalpark: Die Honeymoon Bay wartet mit tollen Abschnitten

Freycinet Nationalpark Unterkunft

Die Unterkunft im Freycinet Nationalpark können wir aktuell leider so gar nicht empfehlen. Sie ist ziemlich überteuert, für die Hütte, die man dann effektiv bekommt. Zusätzlich haben wir Schimmel in der Dusche und schlicht und einfach ein kaltes Zimmer. Immerhin, kommt uns das Hotel am Schluss mit einer Teilrückerstattung entgegen. Das Restaurant hingegen ist sehr fein und sowohl Frühstück wie auch das Abendessen lassen sich hier bestens geniessen. 

Süden von Tasmanien: Inseln, Kulinarik und wunderbare Strände

Auf dem Weg zum Süden planen wir noch Stopps beim Friendly Beach – einem weiteren wunderschönen und menschenleeren Strand ein. Ich weiss – die Erzählungen sind grad etwas Strandlastig, aber der Osten bietet wirklich ein paar Bijoux, welche man sich nicht entgehen lassen sollte. Kein Wunder sind insbesondere Craddle Mountain und der Osten mit den Besuchenden gefüllt. Auch wenn wir den Westen und Norden genau so sehr empfehlen können. 

Friendly Beach in Tasmanien

Weingut Devils Corner: Wein und noch bessere Pizza

Unterwegs halten wir noch beim Devils Corner Cellar Door an. Ein weiteres Weingut mit einem sehr schönen Besucherzentrum und einem Aussichtsturm. Uns erzählen verschiedene Gäste, dass die Pizza wirklich ein Muss ist. Und tatsächlich bestellen wir uns zuerst eine und dann noch eine zweite. Sauerteigpizzas mit feinsten Zutaten fühlt sich fast wie ein Gourmet-Menü an. 

Halbinsel Tasman Peninsula: Geschichte, Sonnenuntergänge und wunderschöne Lookouts

Tasman Halbinsel: Weingut, kläffende Hunde und schöne Lookouts

Schon kurz nach Betreten der Halbinsel machen wir einen Halt in einem weiteren Weingut. Bangor Vineyard Shed. Vielleicht nicht das schönste, welches wir bislang besucht haben, aber uns tun diese Pausen immer sehr gut und neben den Stränden sind diese Weingüter für uns drei immer pure Entspannung.

Weingut tasmanische Halbinsel: Weindegustation im Bangor Weingut
Weine Bangor Wein
Tipp Weingut Bangor auf der tasmanischen Halbinsel
Ausblick aus der Bangor Weinkellerei in Tasmanien

Wir schauen uns später ein paar Lookouts an, wie Tasman National Park Lookout, geniessen ein Kaffee beim Cubed Espresso Bar, schauen uns die Pirates Bay Beach und die Dogline an. Die Halbinsel wurde einmal durch grosse und kläffende Hunde schwer bewacht, damit die Sträflinge die Insel nicht verlassen konnten.  Heute steht hier ein Denkmal beim Eagle Hawk Neck. 

Früher wurde die Tasman Insel durch bellende Hunde beschützt

Tasman Halbinsel: Wanderung Cape Raoul und zum Shipstern Bluff Lookout

Die Wanderung beim Cape Raoul gefällt uns dann so richtig gut und die Lookouts bieten eine fantastische Aussicht über die Klippen und das Meer. Über einen einmal mehr sehr guten ausgebauten Wanderweg geht es durch einen schönen Wald langsam in die Höhe. Die Bäume spenden Schatten, was die Sache trotz Sonne angenehm macht. Am Schluss werden wir mit einem imposanten Ausblick auf die steilen Klippen belohnt. 

Wandern durch den Wald auf der Halbinsel Tasman
Wandern Cape Raoul Tasmanien
Cape Raoul Wanderweg auf der tamanisch Insel

Praktisch auf dem Weg dazu liegt noch der Shipstern Bluff-Lookout. Gemäss Beschreibung kann man hier auch ganz vielen Wellenreitern zuschauen, aber dafür ist die See heute zu ruhig. 

Viele Wanderwege auf der Tasman Halbinsel

Schöner Strand und Sonnenuntergang: White Beach

Der White Beach bietet sich nicht nur einen wunderschönen Strand zum Baden an, sondern auch zur Sonnenuntergangszeit. Der dortige Sonnenuntergang ist wunderschön. Der Sand ist ebenfalls wunderschön – aber bestimmt wird man den nie mehr los. Und meine Kamera schon gar nicht. Also unbedingt ein übergrosses Strandtuch mitnehmen und einfach den Moment geniessen und keine technischen Gadgets herumliegen lassen. Schon gar nicht mit spielendem Kind 😁.

Schöner Strand in Tasmanien White Beach
White Beach in Tasmanien
White Beach Tasmanien Halbinsel Sonnenuntergang

Spaziergang zum Tasman Arch, Blow Hole, Lavendel und durch den spassigen Doo-Ort

Bei der Tasman Arch handelt es sich hierbei um eine natürliche Felsenbrücke direkt am Meer. Das Meer prallt von allen Seiten her. Schwierig zu beschreiben, aber schön das zu bestaunen. Das in der näheliegende Blow Hole kann man sich übrigens sparen. Da war das Blow Hole an der Ostküste schon deutlich imposanter. 

Tasman Arch: Halbinsel auf Tasmanien

In der Nähe von Port Arthur findet man übrigens ein weiterer Lavendel-Spot und zwar die Port Arthur Lavender Farm. Hier finden wir sogar noch Mitte März Lavendel, wenn auch nicht mehr so in der Prachtsfarbe wie es im Dezember und Januar wohl wäre.

Hier gibt es auch noch frühherbst Lavendel zu sehen

Auf dem Rückweg schauen wir uns noch die Doo Town an. Hier haben sich die Einwohner:innen den Spass gemacht, jedes Haus mit Doo anzuschreiben. “Doo little”, “Doo nothing” “Just Doo it”, “Make Doo”, “Gunnadoo” und “Doo us” und viele mehr. Wir scheppern durchs Örtchen und machen uns einen Spass aus den zahlreichen “Doo’s”.

Sie machen sich einen Spass aus Doo.
Lustige Stadt auf Tasmanien: Alles mit Doo. Doo little. Doo Town

Und nun geht es auch schon wieder Richtung Hobart. Vermutlich erwischen wir eine falsche Strasse, denn wir fahren alles auf dem Landweg, was zeitweilig ein wenig mühsam ist. Aber wie das so ist: Der Weg ist das Ziel. Wir hören Podcasts, unterhalten den Sohnemann, reden über unsere wunderbare Zeit hier in Tasmanien und sind einmal mehr froh, dass wir uns diese Auszeiten gönnen.

Unser Lieblingsort auf Tasmanien: Bruny Island

Vorweg: Ich habe diese kleine Insel geliebt. Ein wenig wie Little Lutruwita, also little Tasmania. Dazu eine Unmenge an wilden Tieren, schönen Stränden und einer wahnsinnig guten Käserei.

Von Hobart fährt man ungefähr eine halbe Stunde bis zum Hafen der Fähre. Unterwegs lässt es sich noch beim Margate Train halten – Der Spielplatz ist aber irgendwie toller, als der Kaffee.

Kleines Restaurant unterhalb von Hobart: Pancake Train
Pancake Train: Kaffee und Spielplatz

Die Überfahrt mit der Fähre dauert nur so 15 Minuten und manch eine:r steigt nicht mal aus. Wir schon. Es ist maximal windig, aber auch äns schön. Und schon an Land und wieder im Auto wechselt die Landschaft gefühlt alle 5-10 Minuten. Unser erster Halt liegt nahezu auf der Strecke und heisst Bob Bee Tree. De facto handelt es sich um ein viereckiges Loch im Baum. Ein paar Poeten haben sich bei den Rezessionen auf Google den Spass erlaubt, hier besonders blumig den Sinn des Lebens zu beschreiben. Das lehrt uns einmal wieder: Nicht alles glauben, was im Internet steht. 

Mit der Fähre von Hobart nach Bruny Island

Nebraska Strand Dennes Point: Verweilen oder Baden, wie die Locals

Wirklich ein Highlight ist die Natur, die an uns vorbeizieht. Anhalten, wo es gefällt – Baden, wo es schön aussieht, selbst wenn es nur die Füsse sind, weil manchmal das Wasser eher kühl ist. Einen längeren Stop legen wir beim Nebraska-Strand beim Dennes Point ein. 

Nebraska Beach Tasmanien Strand Reisetipp
Wunderschön leere Strände auf Tasmanien

Beste Käserei und Weingut in ganz Tasmanien: Bruny Island Cheese Company

Weiter geht es zur fantastischen Bruny Island Cheese Company. Einer unserer Lieblingsspot auf Bruny Island. Der Wein oder das Bier oder die Limonade mit wunderbarem Käse dazu. Der Käse ist so gut, dass wir uns gleich für die nächsten Tage für unser Air’BnB eindecken. 

Es ist so richtig chillig hier und nur einmal staunen wir, als eine Gruppe chinesischer Touristen anreist. Woher kennen die Tasmanien? Ein Blick ins Internet (manchmal hat es ja vielleicht doch recht), zeigt auf: Die in China ziemlich populäre Datingshow “If You Are the One” hat auch auf Bruny Island gedreht. Ahja – alles klar. Neben dem feinen Bier können wir die Käsesorten “RAW C2”, den “Otto” oder den “O.D.O” wärmstens empfehlen.

Bruny Island cheese company Reisetipp
Bier, Käse und Wein in der Bruny Cheese Company

Nur kurz schauen wir auch bei Bruny Island Honey vorbei. Wir probieren ein paar Sachen, lassen es aber bleiben. Der Honig schmeckt zwar gut, aber ein ganzes Glas werden wir kaum in 3.5 Wochen aufessen und mitnehmen in einen anderen Bundesstaat in Australien darf man den auch nicht. Da ist der Zoll leider sehr strikt. 

Der wohl berühmteste Spot auf Bruny Island: The neck

Hier gibt es eine 360 Grad Sicht. Nord- und Südinsel sind durch den sogenannten Neck (zu deutsch Hals) miteinander verbunden. Der Ausblick von oben gewährt Blick auf die beiden Stränden.

Must See auf Bruny Island, Tasmanien: The Neck
The Neck Strand Bruny Island Tasmanien

Der Adventure Bay, wo unser Air’BnB ist, ladet ebenfalls zum Baden und Spazieren ein. Es gibt zwei Schaukeln mit Blick aufs Meer, daneben hoppeln Filander und Hasen vorbei. Tönt kitschig? Ist es. So absolut idyllisch. Kaum zu denken, dass hier vor Hunderten Jahren weisse Menschen vorbei gekommen sind und fast alle Aboriginals umgebracht haben. Es wäre schön, wenn wir Menschen aus der Geschichte etwas lernen würden, aber die aktuelle Weltlage zeigt, dass wir es einfach nicht besser wissen. 

Adventure Bay: Schöne Bucht in Tasmanien
Adventure Bay Bruny Island - Reisetipp
Adventure Bay Reisetipp auf Bruny Island
Schaukeln auf Bruny Island am Adventure Bay
Filander sind kleine Känguru. Wildtiere auf Tasmanien
Tasmanien Safari für Wildtiere

Südinsel von Bruny Island: Leuchtturm, Blick auf die schöne Bay, Bruny Breaker Brad Fridge und Austern

Wir befahren teilweise ein paar Nebenstrassen – immer in der Hoffnung, die weissen Kängurus zu sehen. Bruny Island ist so richtig schön und wir verlieben uns quasi jede Ecke neu in diesen wundervollen Ort. 

Irgendwo just neben dem Meer werden äusserst frische Auster verkauft. Wir dürfen auch nur je eine kaufen – anstatt der angepriesenen mindestens drei – , weil wir beide dies nicht kennen und etwas skeptisch sind. Die schmeckt nicht viel anders als eine Miesmuschel – nur, dass die feine (und überdeckende) Weissweinsauce fehlt. Dafür mit etwas Zitrone. Nun ja, schlecht ist es nicht, aber beliebig weit werden wir jetzt hierfür auch nicht hinlaufen. Wer den exakten Standort gerne wissen möchte, hinterlass uns doch einen Kommentar 😃.

Frische Auster in Tasmanien

Ich frage bei den Einheimischen nach, wo wir das weisse Känguru finden können. “Dear Miss – they are everywhere”. Oha. Everywhere. Überall. Ich starre seit Stunden auf Wiesen und ich sehe kein einziges. „Pffff everywhere“. Das ist wie mit den Leoparden auf meinen und unseren afrikanischen Reisen. Stundenlanges Starren auf Bäume, aber ausser eine Nackenstarre hat es leider nichts gebracht. Und hier sind es keine Bäume, aber stundenlanges Starren auf Wiesen.

Auch der Leuchtturm beim Cape Bruny ist ganz hübsch, obwohl es hier verhältnismässig doch wieder ein paar Leute hat. Also gäll, wir reden hier von vielleicht 10 Leuten. Aber wenn sonst nicht viele Leute sind, dann fällts halt irgendwie doch mehr auf. Die Umgebung ist aber dermassen schön, was aus unserer Sicht gar auch gut mit der Wineglas Bay es aufnehmen kann. Zumal wir hier das deutlich bessere Wetter haben.

Wunderschöne Bay in der Nähe von Cape Bruny Lighthouse

Plötzlich haltet Stefan abrupt. Er sieht etwas weisses. Ich denke, da an eine Verpackung der Strohballen. Aber Stefan ist sich sicher. Und so stapfen wir erneut durchs hohe Grass. Ich ignoriere weiterhin die Tatsache, dass auch Tasmanien giftige und gefährliche Schlangen hat.

Und tatsächlich. Da steht eines. Also ein weisses Känguru. Es guckt mich an und ich gucke es an. Hallo Du!
Unser Sohn interessiert sich zwischenzeitlich eher für den Ast am Boden. Ehrlich gesagt, ist mir das fast lieber, als wenn er auf das Känguru hinrennen würde. Denn man darf nicht vergessen, dass diese Tiere gut und gerne ein paar Meter springen können und gerne auch ihre Boxfähigkeit unter Beweis stellen.
Hach. Wir sind happy. Und nur, dass ich es gesagt habe: „They are everywhere“ – das hier, ist pures Glück gewesen.

weisses Känguru auf Bruny Island Tasmanien

Auf der Weiterfahrt planen wir einen Stopp bei einem Schrank ein. Inmitten des Nichts steht ein Kühlschrankartiger Schrank. Hier wird aber nichts gekühlt. Drinnen befinden sich frische Sauerteigbrote. Bezahlen tut man bar oder per Banküberweisung. Wie absolut super. Tasmanien ist übrigens schuld daran, dass ich mittlerweile selber wie wild Sauerteigbrote backe. Es macht mir enorm viel Spass die Sauerteigmütter “Bready Mercury” und “Genevay la Grande” (letztere ein Hommage an meine Grossmütter selig und hiesig) zu hegen und pflegen. 

Sauer-Teig-Brot-Schrank auf Bruny Island in Tasmanien
Sauerteigbrot Must Do in Tasmanien

Und zum Schluss? Am zweitletzten Tag präsentiert sich Tasmanien mit einem unglaublich klaren Regenbogen. Ein schöneres „auf Wiedersehen“ gibt es praktisch nicht.

Tschüss Tasmanien, wir kommen wieder

Wunderberry in Tasmanien: Anekdoten, Randnotizen und unsere subjektive Meinung

Unsere Momentaufnahmen, Anekdote, Erlebnisse und Eindrücke, wie wir sie erlebt haben. Ziemlich subjektiv und vielleicht erlebt ihr dies ganz anders. Magst Du davon berichten? Dann schreib es gerne in die Kommentare.

  • Nicht nur in Tasmanien, sondern überall in Australien: Die Wasserflaschen sind so gut gefüllt, dass man beim erstmaligem Öffnen der Flasche fast immer nass wird.
  • Spielplätze sind oft eingezäunt. Damit verhindert man den Zutritt von Känguru, Hasen und anderen Wildtieren.
  • Die Menschen sind absolut super entspannt. Lieben wir. 
  • Knöpfe funktionieren jeweils andersherum.
  • Leider hat Tasmanien die höchste Todesrate der Welt von Wildtieren durch Autos. Täglich sieht man mehrere Tiere, die irgendwo am Strassenrand oder noch auf der Strasse liegen
  • Viele Pick Up Autos sind flach – also keine so Monsterautos wie in den USA, sondern so gemütliche Teile.
  • Ice Coffee Cream und Ice Latte ist nicht das gleiche. 
  • Im Supermarkt werden die Einkäufe häufig vom Personal eingepackt. 
  • Die BBQ-Plätze sind immer super ausgestattet. 
  • Pademelon – also zu Deutsch Filander –  und Wallabys, also Känguru sind nicht das gleiche. Pademelon ist wie ein kleines Exemplar vom Känguru.
  • Sehr viele Verkehrsschilder und Schilder sind insbesondere auf Bruny Island und der East coast sichtbar. Gründe hierfür sind, dass die Polizei nur sehr rar unterwegs sind und Wildlife, Kinder und Natur geschützt werden sollen. 
  • Das Trinken kommt oftmals erst zum Hauptgang.
  • Unisextoiletten sind hier ein Ding. Manchmal zum Guten – manchmal nicht so. 
  • Die Trottoirs oder die Gehsteige sind immer sehr hoch. Parkiert man zu nahe am Rand, muss man aufpassen, dass die Autotüren auf- und auch wieder zugeht.
  • Wir machen uns den Spass und verstecken etwas für mein Gottimeidji an einem geheimen Ort. Wir sind sehr gespannt, ob das ein Jahr später auch noch auffindbar ist. Kleiner Disclaimer: War es leider nicht. Ich habe zum Glück Fotos gemacht und ein kleines Mitbringsel noch mitgegeben. Schade wars trotzdem.
  • Man sollte keinen Honig in einen anderen Bundesstaat mitnehmen? Das haben wir oben beim Bruny Island Abschnitt noch geschrieben, beim Salamanca Markt aber vergessen und so haben wir unseren geliebten Blumenhonig in Perth abgeben müssen. Zum Glück habe ich vergessen, dass ich auch noch Nüsse dabei hatte. Die haben es dann bis nach Hause geschafft 😄.
  • Unser Abendprogramm in Hobart? Wir erkunden die Biolumineszenz. Gleich beim Hinterausgang von unserem Hotel sprühen wir mit einer Flasche Wasser ins Meer. Und siehe da – das Wasser (respektive die Glühwürmchen, Pilze, Qualle, Fische oder Bakterien) leuchten. Wie wunderbar die Natur doch ist. 
Eckstein, Eckstein, alles muss versteckt sein
Biolumineszenz: Blaues Licht im Wasser von Tasmanien

Wow Tasmanien. Wir haben Dich ganz fest in unser Herz geschlossen. Du und Deine Tiere, Deine Wildnis, Deine rohen und sanften Seiten. Dein launisches oder agiles Wetter. Vielleicht kann man es auch das leise Australien nennen. Fünf bis zehn Tage werden Dir nicht gerecht. Vierundzwanzig Tage irgendwie auch nicht. Kühle Eukalyptus-Wälder die nach Regen und Sonne riechen, orange Steine, die auch das dunkelste Regenwetter zum Leuchten bringen und ein Wanderweg schöner als der andere. Tasmanien ist nicht unbedingt ein Reiseziel das sich mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten anbietet. Wer sich darauf einlässt, nimmt etwas mit, was schwer zu benennen ist: vielleicht Ruhe, vielleicht dass sich erdnen, vielleicht einfach das Gefühl, das es Orte gibt, die sich nicht aufdrängen. Ein Dank gebührt unseren Freunden – merci für Eure Reiseroute, der einfach schon vor einem Jahr perfekt war. Vieles davon haben wir übernommen, ein paar neue Stopps hoffentlich auch weitergeben. Wir haben Eure Reise ebenfalls ganz fest mitverfolgt und konnten so selber wieder ein Stückchen mitreisen.

Und nun geht es ans Festland für Euch Lesende: wärmeres Wetter, grössere Kängurus, mehr Strände, mehr Weingüter und mehr Bierbrauereien (Blogpost folgt bald). G’day mate 🧡.

Tasmanien: Australiens wildes Wohnzimmer
Reisetipp Tasmanien Bruny Island
Unterwegs in Tasmanien: Reisetipps
Wildtiere in Tasmanien. Achtung Wombats.
60 short walks: Kurzwanderungen in Tasmanien
Wandern in Tasmanien: Craddle Mountain
Lutruwita Reisetipp Australien
Reisetipp Bruny Island: Das ist eine Insel, die du gesehen haben musst
Boat Harbour Beach
Tasmaniens hübsche Westküste Reisetipp
Bicheno Surfen in Tasmanien
Wynard Airbnb Drohnenaufnahme
Tasmanien Rundreise: Alles was Du wissen musst.
Tasmanien viele Spielplätze. Reisetipp mit Kind
Reisetipp Tassie, wie es die einheimischen nennen
türkisfarbiges Wasser in Tasmanien
Sonnenuntergang im Norden von Tasmanien

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert