Ich bin bereits einmal in Australien gewesen. 2012. Aber irgendwie haben wir da alle giftigen und bösen Viecher um uns gehabt. Die braune Schlange auf dem Duschkopf, die wildgewordenen und ausgehungerten Hunde auf Frazer Island (K’gari heisst die Insel heute) die gelben Spinnen, die die Haut verätzen können und die Male, wo wir im Meer baden konnten, liessen sich an einer Hand abzählen – sei es wegen Hai, Qualle oder Krokodil. Vom dreitägigen Segeltrip, welcher ich mehrheitlich neben einem Eimer verbracht habe, rede ich noch nicht einmal.. Vermutlich habe ich dort einfach Pech gehabt. Während meine liebe Seele Pläne für 2026 schmiedete, hat sich mich mehr und mehr gluschtig auf die andere Seite von Australien gemacht und auch überzeugt. Ob der bekannte Slogan zu (Süd)westaustralien „West is best“ zu viel verspricht? Wir nehmen Euch gerne mit und erzählen unsere Reisetipps zum Südwesten von Australien.
Unsere Rundreise mit dem Mietauto von Perth – Esperance
Wir sind von der Schweiz mit einem längeren Zwischenstop in Dubai nach Perth angereist und haben dort zwei Tage verbracht, bevor wir dann nach Hobart geflogen sind. Nach 3.5 Wochen in Tasmanien sind wir wieder nach Perth gereist und sind in den Norden getuckert zum Yanchep Nationalpark und von dort via dem Wave Rock nach Esperance gefahren. Ab Esperance sind wir der Küste gemächlich entlang gefahren mit immer wieder Ausfahrten ins Landesinnere, um noch ein paar Nationalpärke zu erkunden. Ziemlich sicher kann man sich für diese Route auch zwei Monate Zeit nehmen und es wird niemandem langweilig. Bei einem nächsten Mal würden wir hier definitiv noch mehr Zeit einplanen.



Perth: Australian Day, Känguru und Shopping
Bei der ersten Ankunft verspüren wir um die 40° Temperatur und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Hui, kaum vorzustellen, wie heiss es weiter gegen Norden um diese Jahreszeit noch sein muss.
Wir sind in Perth ziemlich geplagt vom Jetlag und der Hitze. So trödeln wir vor uns hin und entscheiden, dass wir zu Beginn erstmal gar nichts machen müssen.
Zum Glück ist es bei unserer zweiten Ankunft, also nachdem wir Tasmanien bereist haben, schon deutlich angenehmer mit 28 Grad. Die 40 Grad sind maximal zu viel gewesen und es lässt sich deutlich angenehmer leben und reisen mit ein paar Grad kühler.
Australian Day: Nationalfeiertag
Der 26. Januar – Australian Day – ist wild umstritten. An diesem Tag im Jahre 1788 sind die Briten zum ersten Mal in Australien eingetroffen. Heute ist das der australische Nationalfeiertag. Ein Schlag ins Gesicht für viele Aboriginals, denn ihre Vorfahren und Landsleute mussten Schreckliches erleiden. So kommt es, dass egal wohin man sieht sowohl die australische Flagge wie auch die Flagge der Aboriginals hängt. Manche schimpfen, dass das nicht ausreichen würde, um politisch korrekt zu sein. Andere meinen, dass man doch bitte nicht alles so verkomplizieren soll. Wieder andere sind sich einig, dass die Aboriginals wohl langsam doch alles bekommen haben an Entschuldigungen, was sie kriegen können und wieder andere sind der Meinung, dass man das nie mehr gut machen kann – schliesslich hat man ihr Land gestohlen. Wie immer schwierig, wenn so viel geschichtlicher Ballast vorhanden und noch nicht vollständig aufgearbeitet ist. Wir sehen an diesem Tag Aboriginals feiern und so feiern wir mit ihnen und Australien mit.
Irgendwo lese ich, dass es im Park ein australisches Frühstück gibt und alle zu einem Unkostenbeitrag eingeladen sind. Das lassen wir uns nicht nehmen! So gehen wir hin und essen HotDog zum Frühstück und blicken auf Perth Downtown. Für die Kleinen gibt es Aktivitäten und Roan hat grossen Spass daran.
Später flanieren wir durch die Stadt und machen uns langsam auf zu den Pärken in der Nähe der Waterfront. Wir treffen auf Einheimische und tauschen uns rege aus. Hier gibt es verschiedene Foodstände, noch mehr Aktivitäten für die Kleinen, viel Musik und zu späterer (und dunklerer) Stunde eine Drohnenshow – mit beiden Flaggen und anschliessend ein riesiges Feuerwerk, wie wir es noch nie erlebt haben. Was für ein wunderbarer Einstieg in Australien.



Sehenswürdigkeiten in Perth: Känguru, Spaziergänge und ein Insta-Hotspot
Heirrison Island: Freilebende Känguru in Perth
Inmitten von Perth Kängurus bestaunen? Ja, das geht und zwar auf der Heirisson Insel. Im Sommer sollte man vielleicht nicht unbedingt mittags hingehen, denn die Sonne kann ganz schön intensiv herunterbrennen. Unser Sohnemann verschläft sein erstes Känguru – aber keine Sorge junger Mann, Du wirst noch ein paar hunderte sichten. Und sogar ein weisses – drüben in Tasmanien.
Spazieren in Perth: Lotterywest Federation Walkway
Etwas Natur in der Stadt gewünscht? Neben der Heirrison Island empfehlen wir den 620m langen Baumpfadweg beim botanischen Garten im Kings Park. Die Architektur dieses Weges ist mit Glas und Stahl beeindruckend und bietet wunderbare Ausblicke auf Perth. Weiter findet man entlang des Weges immer wieder kunstvolles Design von Aboriginals.


Weitere Sehenswürdigkeiten in Perth: Instagram-Hotspot Das blaue Haus – Crawley Edge Boatsheld
Genauer gesagt, handelt es sich hierbei um ein blaues Bootshaus, welches sich insbesondere in den frühen oder späten Tagesstunden perfekt in die Umgebung und das umliegenede Meer einbettet und so für sehr schöne Fotos sorgt. Wir sind per Zufall in der Nähe und gegen Mittag da. Schon schön, aber eben auch nur ein Bootshaus 😀.


Spielplätze in Perth: Elizabeth Quay Wasserplatz und Island Playground
Ihr wisst schon. Wir besuchen die tollen Spielplätze, damit wir alle drei auf unsere Kosten kommen. Und bei den Spielplätzen kommen hier auch die Grossen zum Zug, denn meistens sind schöne Bierbrauereien, Weingüter oder tolle casual Restaurants / Bars in der Nähe.
Besonders in Erinnerung geblieben ist uns der Platz rund um Elisabeth Quay. Weniger ein klassischer Spielplatz, als dass es einfach ein Platz mit Wasserspiel ist. In der glühenden Hitze ist es für uns alle eine willkommene Abwechslung. Wir kommen hier einige Male hin.
In unmittelbarer Nähe befindet sich der Island Playground. Viel Platz zum Klettern und just neben einer Bar. Wie immer in Australien: Viele Schattenplätze sind garantiert.

The Avery: Snacks und Musik
Von einer Freundin bekommen wir “the avery” empfohlen. Eine Rooftopbar inmitten von Perth mit lauter Musik und Blumenkohl mit Hummus. Ersteres ist etwas gar laut für den Junior, auch wenn dieser die Musik schon sehr gefeiert hat. Der Blumenkohl ist aber eine Wucht und so würden wir jederzeit wieder herkommen.
Strände rund um Perth: Scarborough Beach und Cottesloe Beach
Der Scarborough Beach ist etwas oberhalb von Perth und ideal zu erreichen, wenn es Richtung Yanchep National Park gehen soll. Ein sehr toller “Stadtstrand”, wo es sich durchaus leben, baden und liegen lässt. Der Besuch lässt sich übrigens bestens mit einem Brunch bei Lady Latte verbinden, welches wir sehr empfehlen können. Und falls der Nachwuchs noch ausgepowert werden soll, so befindet sich noch der tolle Spielplatz “Whale Playground” ebenfalls dort um die Ecke.


Auch der Cottesloe Beach lädt zum Baden und Liegen ein und man ahnt, dass hier im Westen einfach fast jeder Strandabschnitt wunderschön ist.

Ausflugsziele von Perth und Umgebung: Fremantle und Rottnest Island
Fremantle: Kreativ, künstlerisch und tolle Bierbrauereien
Fremantle oder “Freo”, wie es die Aussies liebevoll nennen, schliessen wir sofort in unser Herz. Der Vibe hier ist ein anderer als in Perth. Künstlerisch, kreativ, musikalisch oder fortgeschritten alternativ. Manche nennen es das Hippie-Viertel, andere wiederum das Surfermekka und wieder andere loben die Craft-Beer- oder Café-Szene. Wir übernachten in einem tollen 4*-Hotel, welches gleich mit einer Bar mitkommt. Für uns ist es perfekt. Das Hotel ist bestens isoliert und wir stecken den Sohnemann mit Babyphone ins Bett und können abends Bier trinken und Live Musik hören. Das fühlt sich wie eine Date Night an. Wenn man ohne Dorf unterwegs ist, wird so ein Abend schnell zu einem Ereignis. Wir haben es sehr genossen.
Sushi in Freo respektive Fremantle: Fomoto Kaiten
Sushi im Fomoto Kaiten haben es uns sehr angetan. Die sind so gut gewesen, dass wir gar von Perth nochmals dorthin gefahren sind und dann jeweils irgendwo take-away diese äusserst feinen Sushis genossen haben. Neben regulären Sushis finden sich hier auch einige interessanten Fusion-Varianten.

Brauereien Little Creatures Brewery und Gage Roads Freo Brewery
Ursprünglich ist diese Halle für America’s Cup Yachten gebaut worden. Später hat hier sogar eine Krokodilfarm existiert. Und heute? Heute ist sie eine tolle Brauerei. Sie liegt am Wasser und auch hier werden sehr feine Sauerteig-Pizzen serviert.
Ein Gingerbeer bei Gage Roads Freo Brewery in Fremantle gefällig? Uns hat diese Brauerei sehr gut gefallen – ja sogar noch etwas besser, als die “Little Creatures Brewery”. Sie liegt direkt am Hafen, bietet ausreichend Platz drinnen und draussen, kommt mit einer tollen Spielecke daher, wie einem Auto in einem Sandkasten. Dazu gibt es feine Speisen und mindestens so gutes Bier.
Shopping in Fremantle oder Cottesloe: Keramik und Sommerkleider
In Freo, respektive North Freo oder schon fast im Stadtteil Cottesloe haben wir wunderschönes Keramikgeschirr bei Cisco & the sun. entdeckt. Da haben wir (okay ich), gleich zugelangt und ein paar schöne Servierschalen und Platten mit nach Hause genommen. Etwas harzig zu transportieren, aber bekanntlicherweise bringe ich alles irgendwie nach Hause 😉. Nur leider ist die Vase zu unseren Platten nicht mehr vorrätig gewesen. Dank meiner Grosscousine, welche in Perth wohnt, haben wir vielleicht irgendwann noch die Möglichkeit, diese zu erhalten.

Noch etwas nördlicher und weiter gegen Perth befindet sich das Quartier Cottesloe. Hier finde ich bei Boheme Luxe ein paar schöne Sommerkleider. Australisch ist das nicht, sondern es handelt sich hierbei um eine amerikanische Kette.
Dafür gibt es in Perth die bekannte australische und neuseeländische Marke Peter Alexander, welche sich fast ausschliesslich um Pyjamas kümmert. Mittlerweile haben sie arg viel Comic in ihrem Sortiment und es dürfte wieder etwas erwachsener werden. Von der Harry Potter Pyjama Hose über ein Seiden-Leinen-Pyjama findet sich hier fast alles.
Rottnest Island: Autofreie Trauminsel vor Perth und herzigen Quokkas
Die Rottnest Island ist ein absolutes Muss, denn nur schon die Berichte im grossen WWW sprechen von traumhaften Buchten, herzigen Quokkas und entspannten Dasein.
Die Überfahrt von Perth nach Rottnest dauert je nach Seegang ungefähr 60 Minuten. Wir haben eine raue See angetroffen und ich transferiere mich einmal mehr in einen meditativen Zustand auf See, während Stefan sich um den sehr aktiven Sohnemann kümmerte. Aber auch die beiden sind etwas weisser um die Nase geworden, aber wir haben es allesamt glorreich überstanden. Wir sind jedoch sehr froh gewesen, als wir Land gesichtet haben. Übrigens fährt die Fähre nach Rottnest auch von Fremantle oder von Hillarys ab.


Quokkas auf Rottnest Island: Nachtaktiv und doch überall
Quokkas sind eine äusserst süsse Unterart der Kängurus. Schon kurz bei Ankunft ist uns das erste Quokka auf der Strasse begegnet. Stefan hat sich minimal – maximal! – lustig über mich gemacht, da ich laut seiner Aussage so viele Fotos gemacht habe, als wäre es das letzte seiner Art. Tja, Erfahrung prägt. Bei meinem ersten Besuch in Südafrika habe ich Stunden in Bäume gestarrt, um einen Leoparden zu finden – erfolglos. Oder in Tasmanien auf Bruny Island haben wir nur mit ganz viel Glück das weisse Känguru gesichtet. Von daher. Better safe than sorry.
Naja unnötig zu sagen, dass wir danach eine Bäckerei aufgesucht haben, um unser Frühstück zu besorgen und da etwa siebzig Quokkas gehopst sind. Ich habe mir nochmals ein paar Sprüche anhören müssen. Aber keine Sorge – ich veröffentliche hier nun nicht alle Fotos. Oder vielleicht eben grad doch 😉.



Rundreise auf Rottnest Island: Hop-and-off Shuttle oder ein Fahrrad mieten
Wir haben uns für ersteres entschieden und sind mehr als einmal froh drum gewesen. Der Wind kann recht stark werden und sich auch schnell drehen, so dass das in die Pedale treten, recht anstrengend werden kann.
Eine Stunde dauert eine Umrundung mit dem Shuttle Bus, welcher alle 15 Minuten fährt. Der Bus hat 19 Haltestellen, wo man ein- und aussteigen kann. Wenn man den ganzen Tag auf der Insel ist, kann man gut jede Haltestelle besuchen. Wir haben viele, aber nicht alle Stopps gemacht – einzelne erwähnen wir gerne:
- Die verschiedenen Strände und Buchten im Süden sind sehr hübsch anzuschauen. Da die See an diesem Tag eher unruhig gewesen ist, haben wir da aufs Baden verzichtet.
- Beim Wadjemup Leuchtturm kann man hochlaufen und hat so eine schöne Aussicht über die Insel. Den Leuchtturm kann man gegen kleines Entgeld auch besuchen.
- Beim Westend hat es eine schöne Aussichtsplattform mit Blick auf das Meer. Wer dem strengen Geruch folgt, kann mit etwas Glück Seelöwen sichten. Das musste ich grad erneut googlen, denn ich kann mir die Unterschiede zwischen Löwe, Bär, Elefant und Seehund einfach nicht merken.
- Beim Ricey Beach auf der nördlichen Seite sind wir an den Strand und ins Meer baden gegangen. Wir sind praktisch alleine gewesen und das bei schönem Sand und glasklarem Wasser.
- The Basin lädt zum Spazieren, Verweilen und Baden ein. Man ist aber zugegebenermassen nicht ganz alleine.
- Am besten man nimmt die 7 Uhr Fähre und fährt dann erst mit der letzten Fähre wieder zurück nach Freo und geniesst das eine und andere Bier im Gage Roads Freo Bewery in Fremantle.






Yanchep Nationalpark: Eine Vielzahl von Kängurus und die Crystal Cave
Yabadabadoooooooou. Unsere Rundreise beginnt nun so richtig.
Yanchep Nationalpark: Kängurus garantiert
Knapp 40 Minuten von Perth entfernt, ist man quasi im Land der Kängurus. Oder besser gesagt im wunderschönen Yanchep Nationalpark. Bekannt ist dieser nebenden zahlreichen Kängurus für die Koala-Kolonie, die noch von einem Zoo entstammt. Denn eigentlich befinden sich die Koalas sonst eher an der Ostküste.
Wir kommen Mitte Februar im Yanchep Nationalpark an und es ist einfach immer noch unfassbar heiss. Der Aussentemperatur zeigt 37 Grad an.
Der Yanchep Nationalpark bietet sowohl einen Campingplatz wie auch vereinzelt ein paar Häuschen, in welchen übernachtet werden kann.
Schon beim Herumlaufen sehen wir zahlreiche Kängurus. Danach legen wir eine Siesta ein, weil es so schampar heiss ist. Gegen den späteren Nachmittag absolvieren wir dann noch eine anderthalb stündige Wanderung. Auch die Koalas streifen wir. Die sind im ähnlichen Gemütszustand wie wir; nämlich ziemlich verpeilt, wohl auch wegen der Hitze. Insgesamt machen wir drei Trails. Schwer zu wählen, welche man machen möchte. Aber so oder so. Kängurus gibts immer und überall.








Crystal Cave beim Yanchep Nationalpark: Unterirdische Höhlen
Im Gegensatz zu anderen Höhlen tropft diese Höhle hier quasi nicht mehr. Einerseits, weil ob Erde zu viele Bäume wachsen und andererseits weil es zu wenig Grundwasser gibt. Der Rundgang ist spannend, auch wenn es sicherlich noch grössere Höhlen in Südwestaustralien gibt. Ausserdem ist es wunderbar kühl hier, was wir gerade sehr geniessen.
Zurück in der Nähe unseres Zuhause sehen wir zahlreiche Kängurus. Nach dem Abendessen zählen wir alleine von unserer Terrasse 31 Kängurus, die sich streiten, sich lieb haben und ganz glücklich in der Welt herumhopsen. Sie sind allerdings schon deutlich grösser, als die Filander (in Australien Pademelon genannt) oder die Wallabys..



Fahrt im Landesinneren vom Yanchep National Park (Perth) bis Esperence: Wave Rock und Salzsee
Eine lange Fahrt steht an. Inmitten des Nirgendwo. Aber es passt und meine Finger bemale ich mit Kugelschreibern und so entstehen Figuren, die den kleinen Herrn für lange, lange Zeit unterhalten. Ab und an halten wir für einen Spielplatz, eine Essenspause, um etwas einzukaufen oder einfach auch nur um die Füsse zu vertreten.
Wave Rock: Felsgestein als Welle und als Nilpferd
Bei Ankunft beim Wave Rock müssen wir erstmal eine weitere Parkgebühr zahlen. Obwohl wir die Nationalpasskarte besitzen, ist dieser Park hier zusätzlich zu bezahlen. Nun müssen nur wenige Meter gelaufen werden und schon stehen wir vor dieser wellenförmigen Gesteinsformation. Sie ist riesig und lässt uns Menschen noch kleiner erscheinen, als wir ohnehin schon sind. Es gibt keine Absperrungen und so kann man tatsächlich auch wirklich unten durch laufen. Ganz nebenbei zur Nationalpasskarte: Diese ist für viele Nationalparks an der Westküste gültig und lohnt sich schnell einmal.


Beim Wave Rock: Hippo’s Yawn
Beim Waven Rock gibt es verschiedene Wanderwege. Wir nehmen den ersten Trail, der uns auf den Waven Rock führt und eine schöne Aussicht bietet. Dies leider auch über einen angrenzenden Stausee; keine Ahnung was man sich hier überlegt hat, aber schön sieht das so nicht unbedingt aus.
Den kurzen zweiten Trail begehen wir auch noch und führt uns zu Hippo’s Yawn. Das Gestein sieht aus wie ein Flusspferd mit aufgerissenem Maul.
In der Nähe des Wave Rock befinden sich dann auch die Mulkas Cave. Wer genauer hinschaut, sieht farbige Handabdrücke der Vorfahren der Aboriginals.



Fahrt vom Wave Rock nach Esperance: Salzsee Lake King und das verschlafene Ravenshorpe
Das oft übersehene Highlight im Landensinnern nach Esperance: Der Salzsee Lake King
Ein weiterer Halt ist der Salzsee in der Nähe von Lake King. Wir machen einen ausgiebigen Fotostopp und sind einmal mehr beeindruckt von der Vielfältigkeit des Landes. Und obwohl dies kein offizieller Tourismus-Hotspot ist, so lohnt sich ein Stopp doch sehr. Hier kommt endlich auch einmal unsere Drohne zum Zug, wenn wir diese schon wochenlang mit uns herumschleppen / herumfahren.





Auch in Ravenshorpe halten wir kurz. Picknick und Spielplatz und ein kurzes Durchschlendern von uns. Härzig, wie sich das Städtchen herausgeputzt hat.
Esperance: Wunderschöne Strände und die Lieblings-Brauerei Lucky Bay Brewery
Vorneweg: das Städtchen Esperance kann man getrost vergessen. Irgendwie werden wir nicht so warm mit diesem Ort. Am Meeresufer gibt es zwar tolle Grillplätze und teilweise Spielplätze, welche wir wie immer gerne ausprobieren. Aber das ist es dann auch schon.
Schöne Strände rund um Esperance im Cape le Grand Nationalpark
Dafür sind die Strände wunderbar schön: Hier zählen wir gerne ein paar auf.
Lucky Bay: Der berühmteste Strand mit den Kängurus
Wir stehen sehr früh auf, denn wir haben einen Plan. Wir wollen die wunderschöne Lucky Bay entdecken, bevor zahlreiche Autos am Strand stehen. Was man wissen muss: In Australien ist es üblich mit Autos (zumeist auch mit einem 4×4 direkt auf den Strand zu fahren.
Aber zurück zur Lucky Bay: Die Lucky Bay ist eine Wucht. Der feine weisse Sandstrand, das helle,türkisfarbige Wasser, die hellbraunen Hügel im Hintergrund. Tatsächlich bekommen wir auch die Kängurus zu sehen – aber definitiv zu weit weg, um sie zu fotografieren. Wer die Kängurus sichten möchte, kommt also am besten sehr früh hin, so gegen sechs Uhr, oder dann wieder ein, zwei Stunden vor Sonnenuntergang. Wir sind übrigens nicht die ersten am Strand gewesen. Tatsächlich steht schon ein grosser Pick-Up am Strand. Wir verstehen, dass es sehr kuuhl sein kann, dass man Sonnenschirm, die Tücher, das Schnorchelzeug das Essen, den Kaffee gleich dabei hat und man nicht schleppen muss. Gerade mit Kind – oder für den tollen Instapost mit dem Kaffee am schönsten Strand zu stehen. Aber gegen neun Uhr morgen sind fast so viele Autos am Strand, dass man den Strand gar nicht mehr richtig erkennen kann. Wir bleiben unschlüssig, was wir von diesen Autos am Strand halten sollen. Das vollumfängliche Ausmass dessen bekommen wir nicht mit. Denn uns hat es schon um halb zehn Uhr zu viele Autos und Leute und so ziehen wir weiter. Beim Ausgang macht uns ein Schild stutzig. Vor zwei Tagen ist hier ein weisser Hai gesichtet worden. Schön und ein Glück, dass ich das erst jetzt lese 😄.





Wharton Beach: Unser Lieblings-Strand
Der Wharton Beach gefällt uns dermassen gut, dass wir gleich mehrmals hier hinkommen. Und währenddessen es mit den Kängurus am Lucky Bay nur bedingt geklappt hat, so bekommen wir hier die Delfine zu sehen. Erst ist grosse Unruhe am Strand ausgebrochen, weil ein paar Leute nur die Flossen gesichtet haben und voller Panik aus dem Wasser geflüchtet sind. Erst ein paar Sekunden später realisieren wir alle, dass es keine Haie, sondern Delfine sind. Ich beneide die Leute, die gerade im Wasser sind. Immerhin, habe ich just in diesem Moment den Fotoapparat in der Hand.
Hier sind es nicht weniger Autos auf dem Strand. Aber wer sind wir, diesen Australian Way of life zu hinterfragen. Wir hatten eine fantastische Zeit am Wharton Beach. Und wie das mit den Stränden so ist und ich wohl schon einige Male hier auf dem Blog geschrieben habe: Manchmal fühlt man den Strand und manchmal eben nicht. Man kann am schönsten Strand verweilen, aber wenn der Sand zu heiss ist, die Mücken zu aktiv, der Schatten nicht gegeben ist oder es überall Seeigeln gibt, dann ist auch der schönste Strand nicht viel wert. Und auch wenn alles perfekt ist, dann müssen noch alle drei Familienmitglieder in Laune sein. Hier ist das der Fall gewesen und wir haben einfach eine sehr schöne Zeit zusammen gehabt.




Strand Thistle Cove: Ein Strand ohne Autos
Wie überall in Südwestaustralien gibt es auch hier einen sehr gut ausgeschilderten Parkplatz. Und hier wartet eine kleine Überraschung auf uns. Erstens muss man über ein paar Steine klettern, was schon einige Besuchende aufhält. Was zweitens dazu führt, dass keine Autos am Strand sind. Das feiern wir so richtig und verweilen somit länger als geplant.

Hellfire Beach: Wunderschöne Ecke und die verstecke Little Hellfire Bay
Es sieht so aus, als ob der Himmel gleich weinen würde. Aber es bleibt zum Glück trocken und so beschliessen wir neben dem Picknick am Strand noch einen kleinen Spaziergang zur Little Hellfire Bay einzulegen. Hier sind wir ganz alleine <3. Was bitte schön ist das für ein Privileg an so schönen Stränden alleine zu sein?




Le Grand Beach: Extrem lang, aber kein Muss
Lang ist der Strand ja. Aber mit den vorher besuchten Perlen kann dieser Strand nicht mithalten. Aber das ist eigentlich lächerlich. Denn so manch ein Land schönster Strand’ kommt kaum an diesen heran.
Lovers und Twilight Beach: Weitere schöne Strände in der Nähe des Great Ocean Drive
Manche bekannter und manche weniger. Generell liefern sie alle wenig Schatten. Am besten und sowieso immer: Früh hingehen, hilft fürs Foto und das Dasein.

Übrigens, wer bei dem Panorama-Loop, dem Great Ocean Drive in Esperance, noch den Pink Lake besuchen will: Diesen kann man sich getrost sparen. Da ist rein gar nichts mehr Pink. Dafür müsste es laut unseren Freunden schon deutlich höher in den Norden gehen.
Lucky Bay Brewery bei Esperance: Eine unserer Lieblings-Brauereien in Südwestaustralien
Nach perfekten Beachtagen in und um Esperance haben wir fast immer den Tag in der Lucky Bay Brauerei verabschiedet. Sauerteigpizza, welche mittlerweile auch bei uns zu Hause Einzug gefunden hat, frisches (Ingwer-)Bier und ein riesiger Spielplatz für Roan haben uns alle glücklich gemacht. Zeitweilig fühlt es sich fast so an, als ob wir hier leben würden. Später startet ein riesiges Gewitter, aber die Brauerei hat ein breites und langes Dach und wir können trotzdem noch hier verweilen. Ein Wohlfühlort.



Fahrt Esperance – Albany: Wandern im Fitzgerald Nationalpark und ein paar Stopps
Eine etwas längere Fahrt steht an. Eigentlich schade, gäbe es sicherlich wieder zahlreiche tolle Punkte unterwegs. Hier haben wir uns zum ersten Mal Gedanken gemacht, dass man hier also auch gut und gerne mehr Zeit einplanen könnte.
Wandern im Fitzgerald Nationalpark: Wandern mit Aussicht
Es ist eine Class4 (eine anspruchsvolle Wanderung für erfahrene Wanderer)-Wanderung. Da unser Sohnemann aber im Rucksack sitzt, klappt das für einige Zeit ganz wunderbar. Schade ist die Wildblumensaison vorbei, aber die grünen und orangen Blumen und das verkohlte respektive vertrocknete Gras lassen erahnen, dass es hier im Frühling und anfangs Sommer ziemlich bunt werden kann.


Ein paar Stopps zwischen Esperance und Albany
Für einmal dokumentieren wir etwas schlecht. Wir leben in die Tage hinein und ich merke mir nicht, was wir alles zu Gesicht bekommen. Der Munglinup Beach ist sehr schön und schon deutlich verlassener, weil er eben nicht gerade im grossen Suppentopf, also einfach so just daneben bei den anderen liegt.
Spazieren oder wandern beim East Mount Barren Trail: Felsen, Mehr Meer und der Cave Point
Eine fantastische Ecke, um eine Pause einzulegen: Wir spazieren etwas länger umher, machen Fotos, lassen Roan spielen und geniessen die Aussichten. Wir staunen immer wieder, wie vielfältig diese Küste doch ist und was wir hier alles zu Gesicht bekommen.


Dazwischen halten wir einmal mehr an einem Spielplatz bei Jerramungup. Dieser ist nicht ganz so aussergewöhnlich wie andere, aber immer noch besser als ein guter bei uns 🙂.
Two people bay nature reserve und little beach: Abgelegene Orte
Wir können nur empfehlen, auch diese kleinen Buchten und nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Da finden sich so viele Bijous, welche teilweise noch toller (respektive leerer) sind, als die bekannten.
William Bay Nationalpark
Ein wunderschöner Nationalpark, in welchem gleich auch noch unsere Hütte liegt und wir von hier den Nationalpark, Albany und die Umgebung besuchen,
Albany: Boatshed Market und Ausflüge rund um Albany
Boatshed Market in Albany: Jeden Sonntagmorgen
Wir haben Glück und es ist Sonntagmorgen. In Albany findet jeden Sonntagmorgen der Boatshed Market beim Hafen statt. Es ist ein kleiner, aber sehr feiner Markt mit wunderschönen Sachen und feinen Leckereien. Wir kaufen Sauerteigbrot und eins, zwei Souvenirs für ins Gepäck. Ihr seht schon: Sauerteigbrot ist der neue Trüffel 😉. Rundherum gibt es einige Cafés mit Blick auf den Hafen.



Ausflüge rund um Albany: Granit Sky Walk im Porongurup Nationalpark
Rund 40 Autominuten von Albany befindet sich der Granit Sky Walk. Dabei handelt es sich um eine 2.5 h Retourwanderung. Immer wieder begegnet man unterwegs schönen Felsformationen. Sobald man dann den Balancing Rock erreicht, gibt es die Möglichkeit, die untere und obere Plattform zu betreten. Man klettert über eine Art Klettersteig hinauf. Von hier geniesst man eine wunderschöne Aussicht über Albany, Mount Gardner und Mount Manypeaks.




Tree in the Rock: Kurzer Spaziergang durch den Wald und Waldbaden
Nur eine kurze Autofahrt weiter und man ist bei “Tree in the Rock”. Die zahlreichen hohen Bäume spenden Schatten und es ist deutlich kühler im Wald als sonst in der Region von Albany. Der gewählte Spaziergang ist wirklich kurz und wir essen unser Picknick inmitten des Waldes, denn es hat einige Tische, Bänke und auch Liegestühle. Die Liegestühle lassen wir uns nicht nehmen. Wir grossen baden quasi im Wald und Roan spielt mit Stöcken und Steinen für fast zwei Stunden mit sich selbst. Es haben wohl gerade alle ihre Pause benötigt. Tree in the Rock mag wenig Spektakuläres bieten, ist aber eine wunderschöne Oase im Wald.


Weitblick Bluff Knoll: Der höchste Berg von Westaustralien
Natürlich sind wir mit unserem Sohnemann nicht auf die Spitze hochgelaufen. Man kann aber mit dem Auto an den Fuss des Berges fahren, was schon für einen fantastischen Weitblick reicht.


Restaurant-Tipp Hybla Tavern: Salat und Fish’n’Chips in Albany
Ein beliebtes Restaurant, wie wir vor Ort erfahren mussten. Sowohl drinnen wie draussen ist alles voll gewesen. Mit Glück konnten wir draussen noch einen Platz ergattern. Das Essen ist wirklich sehr gut gewesen und wir würden jederzeit wieder hierher kommen. Nächstes Mal vielleicht mit einer Reservation vorab.

Strände rund um Albany: Misery Beach, die Frenchman Bay, the Gap und natural bridge
Unsere Mission ist es eigentlich gewesen, den Cheynes Beach im Waychinicup Nationalpark zu besuchen und dort eine Weile zu bleiben. Aber Google will uns partout da nicht hinführen und später erfahren wir, dass die Strasse derzeit geschlossen ist. Wir kriegen den Tipp den Misery Beach zu besuchen, welcher immer wieder zu den schönsten Stränden in Australien gekürt wird. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und so fahren wir hin. Und: wir sind die einzigen hier. Zumindest für zwei Stunden, bis eine kleine Gruppe Jugendliche ankommt. Es ist wirklich schön hier, auch wenn die Wellen am heutigen Tag etwas wild sind. Wir bauen Sandburgen, schwimmen und schauen den Jugendlichen zu, wie sie die Klippe hinaufklettern. Der Blick von oben muss wundervoll sein.
Misery Beach: Als einer der schönsten Strände in Australien gekürt


The Frenchman Bay: Perfekt zum schwimmen und sändeln
Weiter zieht es uns noch an die Frenchman Bay. Hier hat es etwas Seegras, dafür lässt es sich in dieser Bay so richtig gut schwimmen. Ich kann tatsächlich ein paar Bahnen schwimmen und Roan planscht am Rande ebenfalls ganz fest mit. Zwar ist hier ein höheres Menschen-Aufkommen, aber immer noch jenseits von überfüllten Stränden, wie wir es hier in Europa im Juli kennen.

The Gap und Natural Bridge
Es ist nun an der Zeit, Albany zu verlassen. Halt, Stopp! Nein, noch nicht. Wir schauen uns noch The Gap und die Natural Bridge an. Wie immer ist alles super ausgebaut und jede noch so kleine und grosse Sehenswürdigkeit wird schön inszeniert und bestens gepflegt. Auch viele Strände haben Unisex-Toiletten oder gar Duschen. Das schätzen wir sehr, weil man manchmal nach einer Wanderung spontan doch noch kurz Lust hat, ins Wasser zu springen.

Ich glaube, ohne zu übertreiben, könnte man locker eine Woche in Albany verweilen. Irgendwann kommen wir vermutlich wieder.

Auf dem Weg von Albany nach Denmark: Ein Schlaraffenland für den Gaumen
Weingut bei Denmark: The Lakehouse Denmark
Rund 44 Minuten von Albany entfernt befindet sich das wunderschöne Weingut The Lakehouse Denmark. Ich habe irgendwo ein Plakat gesichtet, dass dieses Weingut gute Weine mit aussergewöhnlichen Weinetiketten herstellt. Zudem ist das Lakehouse wirklich wunderschön eingebettet. Für uns bestellen wir ein Plättli und für Roan ein Kinderteller. Das Kinderteller ist wohl das Beste, welches wir je bekommen haben. Hummus, Riebli, Käse, Schinken und Früchte. Mal etwas anderes als unsere hiesigen Kinderteller mit Chicken Nuggets und Pommes Frites. Ich degustiere die hiesigen Weine und prompt landen zwei Flaschen in unserem Gepäck. Eine für unterwegs für mich und einer kommt mit nach Hause. Im Souvenir Shop findet Stefan noch Schokolade, welche überaus gut ist. Vollgepackt mit tollen Sachen zieht es uns weiter.




Kleiner Spaziergang in der Nähe von Denmark, Westaustralien: Harewood Forest Trail Walk
Ein rascher Rundweg, welchen wir trotz protestierendem Sohnemann erfolgreich bewältigt haben. Es hat zumindest gereicht, dass wir den Wein und das Plättchen verdaut haben, was auch das Ziel gewesen ist.
Denmark: Peaceful Bay, Green Pools und Valley of the giant trees und Giant Tingle Tree
Peaceful Bay: Einer unserer Lieblingsorte an der Südwestküste von Australien
Dieser Strandabschnitt wird gerne als malerischer und ruhiger Küstenort bezeichnet. Kein Wunder, denn er ist bildschön. Die Bucht ist geschützt, strahlt mit türkisfarbigem Wasserum die Wette und lädt somit zu Baden und Flanieren ein. Und sein Hintergarten? Dieser wartet nicht mit weniger Highlights auf.


William Bay Nationalpark: Faszinierende Felsenabschnitte bei Green Pools, Elephant Rock, Madfish Bay und Waterfall Beach
Etwa eine halbe Stunde entfernt befinden sich die faszinierenden Felsenabschnitte wie jene bei den Green Pools oder dem Elephant Rock. Grosse Felsen, welche erkundet werden wollen und kleine Pools, in denen man sich perfekt abkühlen kann.
Wie zuvor erwähnt, ist im William Bay Nationalpark auch unsere Unterkunft. Ein wunderbares Häuschen inmitten des Waldes mit Kamin und einem Garten. Stefan sieht sogar noch ein Quokka. Von hier sind es rund 15-20 Minuten zum Strand des Mazzolletti Beach, was so unterwegs doch teilweise eine Seltenheit ist.
Madfish Bay und Waterfall Beach bieten beide schöne Strände und beim letzteren gibt es noch einen kleinen Spaziergang mit dazu.

Valley of the giant trees: Baumkronenpfad auf riesigen Bäumen und ein kleiner Spaziergang
Dieser Wald ist berühmt für seine riesigen, über 70 Meter hohen Bäume, welche bis zu 400 Jahre alt werden. Der Baumkronenpfad liegt auf 40 Meter und wir sehen an manchen Stellen sogar Schlangen, welche sich unten durch die Bäume schlängeln. Wir sind nicht unglücklich, hier oben zu sein.
Nach dem Rundweg lassen wir es uns nicht nehmen, noch den Ancient Empire Walk zu machen. Sich durch und neben den hohen Bäumen zu bewegen, ist schon speziell. Viele hohle Bäume können betreten werden, was insbesondere für die Kinder sehr spannend ist.



Giant Tingle Tree: Einer der grössten und ältesten Bäume der Welt
Nur knapp 15 Minuten weiter kann man noch den Giant Tingle Tree bestaunen. Er gilt als einer der grössten und ältesten Eukalyptusbäume der Welt. Neben dem, dass er um die 400 Jahre alt ist, hat er eine Stammesbreite von 20 Metern und macht ihn damit auch zu einem der dicksten Bäume der Welt. Ein rund 800 Meter langer, barrierefreier Weg führt direkt vom Parkplatz zum Baum.



Monkey Rock Vinery: Kleines Weingut mit einer Brauerei
Das Weingut oder die Brauerei ist sehr minimalistisch und klein eingerichtet und für einmal verzichte ich auf Wein, sondern wir beide versuchen eines der Biere. Sie sind fruchtig, etwas süsslich und wir mögen sie. Wir bleiben etwas länger, weil wir uns einige Zeit mit der Inhaberin unterhalten. Wer also grad in der Ecke unterwegs ist, wir können dieses kleine, aber feine Plätzchen sehr empfehlen.

Denmark Chocolate Company: Feine Schokolade in Australien
Tja, andere Länder können auch Schokolade. Respektive haben die anderen Länder im Gegensatz zu uns immerhin Kakaobohnen. So oder so gibt es hier einige Leckereien, welche man gerne probieren darf.
Peaceful Bay – Margareth River: Von Strand zu Strand und mitten durch, durch die Wälder
Gloucester Nationalpark: Gloucester Tree
Danach erreichen wir den Gloucester National Park, genauer den Gloucester Tree. Das ist ein 61 m hoher Baum, den man früher mal besteigen konnten. Ursprünglich wurde der Aufstieg gebaut, um aus der Höhe Feuer erkennen zu können. Später wurde es eine Touristenattraktion. Heute ist der Aufstieg geschlossen und befindet sich in Revision. Wir haben einen kurzen 800 m langen Spaziergang gemacht und denho beeindruckenden Seilpark bewundert. Obwohl hier alles einmal mehr in sehr gutem Zustand ist, waren wir praktisch alleine da. Wir haben die Ruhe für ein Mittagessen genutzt.
Warren Nationalpark: Bicentennial Tree.
Ein weiterer – wie kann es auch sein – wunderschöner Nationalpark, mit einem ähnlichen Baum. Dieser kann tatsächlich bestiegen werden, wenn auch nur rund 20 Meter davon. Hier finden wir weitere kleinere Wanderwege, wie den Lorykeet Stroll, welchen wir gerne bestreiten.
Beedelup Nationalpark: Wasserfall und Hängebrücke
An jenem Tag bestreiten wir den letzten Nationalpark, den Beedelup Nationalpark. Eine rund einstündige Wanderung führt uns zu einem Wasserfall und über eine Hängebrücke. Am Schluss tun wir noch eine gute Tat und helfen einem Päärchen, ihr Auto zu überbrücken.


Boranup Forest Viewpoint: Inmitten von Margaret River
Inmitten eines Streckenabschnitt auf der Strasse, erwartet uns hier ein wahnsinnig schönes Stückchen Wald. Es ist schwer zu beschreiben, aber gleichzeitig absolut wundervoll hier zu stehen. Waldbaden passt hier ganz gut. Verrückt, dass man inmitten eines Streckenabschnittes so etwas sieht.

Margaret River: Wilder, schöner Surfspot umgeben von Weingebieten
Auf den ersten Blick wirkt Margaret River etwas verschlafen. Auf den zweiten Blick gefällt es uns richtig gut. Es gibt ein paar kleine Läden, welche Nougat verkaufen. Das erinnert uns gerade an unsere erste Reise mit Roan in der Provence, wo wir an jeder Ecke Nougat probiert haben. Das Visitor Center bietet weniger lokale Sehenswürdigkeiten als angepriesen, aber das macht uns nichts aus, weil hier die Genussmeile quasi zu Füssen liegt. Irgendwo in einer Ecke sichten wir noch geliebtes Sauerteigbrot. Aber Margaret River ist mehr als ein scheinbar verschlafenes Örtchen. Es bietet fantastische Wälder, Surf-Spots und rundherum ist das Örtchen eingebettet von tollen Vinerys.



Brauerei Margaret River Brewery: Ein Ort für alle mit feinem Bier und Pizza
Musik von Angus & Julia Stone oder John Butler Trio oder sonstigem lauschigen und hippigen Indie-Sound. So tönt es aus den grossen Lautsprecherboxen. Ein grosser Spielplatz und zahlreiche Tische sind überall verteilt. So hat es Platz für alle. Von Grossmüttern, die mit ihren Enkel sich mit anderen Grossmüttern und deren Enkelinnen treffen. Vom Vater, der Papatag hat, hier ein Bier geniesst und seine Tochter indess auf dem Spielplatz die pure Lebenslust versprüht. Oder den Handwerkern, die eine Feierabendrunde ausgeben. Den Freundinnen, die sich lange nicht gesehen haben und sich über “Hast Du diese Serie gesehen”, um dann zugleich sich einander von den zukünftigen Ferienplänen zu erzählen. Hier haben alle Platz. Hier stört niemand niemanden. Solche Orte geniessen wir sehr und wir können ein paar Zeilen in einem Buch lesen.



Eine weitere tolle Brauerei ist die Beerfarm. So weitläufig, das Gelände, so individuell die Küche. Der Spielplatz ist hier etwas entfernt, aber das ganze ist definitiv auch ein Besuch wert.




Gnarabup Strand: Der sicherste Strand rund um Mararet River
Ein wunderschöner Küstenabschnitt mit dem tollen Café “the white elephant”. Bei diesem Strandabschnitt handelt es sich um den sichersten Strand an dieser Küste. Ein äusseres Riff bietet Schutz und lädt damit zum Baden ein. Wagt man sich doch nach draussen, so ist es insbesondere auch ein Paradies für Surfer.

Umgebubng von Margaret River: The Capes Küste oder Region: Vom Cape Leeuwin zum Cape Naturaliste und vielen Weingütern
Von Maragareth River erkunden wir die kleine Küste von zuunterst bis zuoberst. Wir haben diese kleine Küste geliebt. So starten wir in Leeuwin und schauen uns den Leuchtturm sowie das historische Gelände an, welches gleichzeitig auch der südwestlichster Punkt vom Festland Australiens ist. Anhalten tun wir, wo es uns gefällt. Manche Plätze tragen nicht mal einen Namen. So bleibt es an Dir, diese Ecken und Kanten zu erkundigen.



Aber unser Highlight in dieser Ecke sind die Granny Pools und Flindersbay. Perfekt zum Schwimmen, aber auch perfekt für Roan, welcher mit Wasser und Sand und dem Spielplatz bei den Pools einfach soo zufrieden ist.


Weingüter Glenarty Road, Bella Stella und Dorminella
Das Weingut mit der angepriesenen Farm: Glenarty Road
Der Wein mundet mir sehr. Auf der Webseite preist sich das Weingut mit “where the good things grow”. Aber irgendwie will das Farmleben bei uns nicht so rüberkommen. Vielleicht hätten wir eine Mahlzeit inklusive Weinbegleitung bestellen sollen. Für uns gibt es ein Apéro Plättli. Hier ist aber alles etwas hochpreisiger. Nett hier und der Wein ist gut gewesen, aber das ist es dann auch schon für den Moment.
Weingut Bella Stella: Lustige und farbenfrohe Weinetiketten
Die Winery Bella Stella hat gleich 6 Weine in den Top 100 Weine von Australien. Der eine und andere Wein ist toll, aber meine Tasting-Zeit hält sich hier in Grenzen. Es gibt keine Snacks vor Ort und so ist es schon bald auch mit unserem Sohnemann geschehen.
Weingut Dorminella: Der orange Wein eine Wucht
Das Weingut Dorminella prägt das Bild schon von weitem. Ein Totenkopf auf einer Weinflasche vermag auf den ersten Blick etwas zu verwirren. Das Weingut befindet sich quasi in einer übergrossen Garage. Das Storytelling gefällt. Die Besitzerin hat gemeinsam mit ihrem Mann zwei Kinder, welche maximal viel Energie haben. Ihr Mann ist aber eine Dorminella – eine Schlafmütze. Eine witzige Geschichte mit einem so grossen Kern, dass der Apfel dagegen einpacken kann, wie die Verkäuferin lachend erzählt. Ihre Story tönt nicht minder interessant. Morgens ist sie beim Yoga, am Fotografieren oder beim Surfen und am Nachmittag verkauft sie Wein. Tönt nach einem schönen Leben – zumindest auf den ersten Ton. Das Besondere an diesem Weingut ist aber neben der auffälligen Weinetikette, der orange Wein. Dieser ist maximal speziell und muss als erstes getrunken werden, weil sonst mag man den nicht mehr. Mehr Tannine und mehr Farbstoff führen zu einem eigenartigen Ergebnis. Tja, kleiner Disclaimer: Ich habe eine Flasche nach Hause getragen und diesen mit unseren Freunden in der Silvesternacht genossen. Also was heisst genossen. Nachdem wir alles mögliche schon getrunken habe. Unnötig zu sagen, dass wir ihn so einfach nur als schampar schlecht empfunden haben. Also der Verzehr-Tipp ist klar: Als erstes oder gar nur den orangen Wein trinken und das am besten zu einem geschmacksintensiven Essen, wie einem Curry, Fajitas oder einem Döner. Ansonsten: Hände weg davon.


Weingut bei den Capes in Südwestaustralien: House of cards
Wir haben die ehemalige Serie “House of cards” geliebt. Naja jedenfalls ist es ganz interessant gewesen, diese anzugucken, auch wenn vieles davon nun bitterböse Realität ist. Aber wir reden hier nicht über Politik, sondern über Weine. Das gleichnamige Weingut ist einmal mehr in einem wunderschönen Gebiet angelegt. Ich degustiere mich durch den Wein, während Roan auf dem Spielplatz herumturnt. Da ich und wir mittlerweile ein paar Flaschen mit uns herumtragen, muss ich für den Moment passen.


Cape Naturaliste: Eintritt zahlen oder View vom Parkplatz geniessen und schöne Strände in der Nähe
Nachdem wir in Leeuwin schon Eintritt bezahlt haben, verzichten wir hier darauf. Wir fahren zum Parkplatz, wo man einen wunderschönen Blick auf das Meer und teilweise auch auf den Leuchtturm hat. Gleich drei Strände werden empfohlen.
Beim Bunker Bay Beach suchen wir den Zugang, aber finden ihn auf Teufel komm raus einfach nicht. Auch just daneben befindet sich ein Privatstrand, welcher ebenfalls keinen Zugang verschafft. Beim Ilma Beach House sind wir dann endlich erfolgreich und es hat sich gelohnt. Der feine weisse Sandstrand lädt zum Bau von Zen-Gärten mit dem Sohn-nenschein und das Wetter zum Baden ein.
Ein weiterer Augenschmaus ist der Eagle Bay Beach. Das Highlight haben wir aber beim Meelup Beach gefunden. Einen wunderschönen Strandabschnitt mit zig Kängurus, die neben uns durchhoppeln und verweilen. Je höher wir gegen Perth fahren, desto grösser werden gefühlt die Kängurus. Wir verweilen hier ein paar Stunden. Roan spielt mit Sand oder schaut mit grossen Augen den Kängurus nach und wir indess geniessen ein paar Zeilen im Buch.





Glamping in Südwestaustralien: Willow Wood
Ein schönes Zelt inmitten des Waldes mit schampar schöner Stimmung. Spät Abends und früh morgens sind auch hier einige Wildtiere zu sichten.

Busselton: Wunderschöne Strände, tolle Spielplätze
Weiter geht es für uns nach Busselton. Busselton hat den längsten Holzsteg der südlichen Hemisphere. Dieser ragt knapp 1.84 Kilometer ins Meer. Und das Meer und seine Strände lassen sich hier sehen. Man kann laufen oder mit einem kleinen Zug über den Steg fahren. Es ist ein wunderschöner Ort, auch wenn es einige Leute an diesem Feiertagswochenende hier hat. Wir schwimmen, verweilen auf den tollen grossen Spielplätzen und geniessen das süsse Nichtstun.




Busselton: Bierbrauerei Rocky Ridge
Für einmal weist diese Bierbrauerei keinen Spielplatz auf. Aber das macht nichts. Es gibt genügend Kinder hier, mit denen es sich auch so spielen lässt. Ich indess geniesse ein fruchtiges Bier an diesem sehr heissen Sommertag.


Bunbury: Spaziergänge, Wasserspielplatz und eine weitere Bierbrauerei
Weiter führt es uns nach Bunbury. Wir spazieren, erkunden die tollen Spielplätze und finden eine sehr tolle Bierbrauerei.
Tuart Walk Spaziergang
Kurz vor Eingang Bunbury absolvieren den Tuart Walk. Ein 3.1 Kilometer langer, flacher Rundweg der uns quasi durchs Gestrüpp bringt. Nicht die schönste Wanderung, aber eine willkommene Abwechslung nach einer längeren Autofahrt oder ein paar Tagen am Strand.
Mangrove Boardwalk, Spielplatz und Kombaana Park Lookout
Auch der Mangrove Boardwalk gefällt uns richtig gut. Aber ich empfehle diesen unbedingt am morgen früh zu machen, ansonsten bratet die Sonne nur so hinunter, dass fast jeder Schritt zu viel ist. Am Schluss hat man von Kombaana Park einen tollen Lookout.

Erwähnenswert sind auch die Spielplätze Queen Gardensplay Ground oder noch besser den Sykes Foreshore Playground. Bei diesem handelt es sich um einen Wasserspielplatz. So viel Spass auch für uns Grossen. Und einmal mehr eine willkommene kühle Erfrischung.
Kombana Beach: Schöner Strandabschnitt und toll für Sonnenuntergänge
Am Kombana Beach verweilen wir ein weiteres Mal. Ein schöner Strandabschnitt.

Bunbury Farmers Market: 1001 Kartoffel und weiteres leckeres Gemüse
Ein weiteres Highlight in Bunbury ist der Farmers Market. Neben den x-möglichen Kartoffeln Sorten, sieht insbesondere das weitere Gemüse so so fein aus.

Bunbury Brauerei: Froth Craft Bunbury
Feines Bier, tolle Musik, schöne Ausstattung. Für einmal kommt die Bierbrauerei ohne grossen Spielplatz daher, aber das stört uns in dem Moment nicht. Wir sind nach den zahlreichen Punkten in Bunbury, welche wir gesichtet haben, froh, ein wenig Pause zu machen.
Auch sehenswert soll das Delfin-Besucherzentrum sein. Wir verzichten darauf, da wir sowohl abends wie auch morgens zu müde dafür sind.
Auf dem Weg von Bunbury nach Perth: Mehr Strände, das Karotten-Café und lebendige Steine im Wasser
The crooked Carrot
Auf dem Weg zur Crooked Carrot stoppen wir noch beim Binningup Beach. Ein solider Strand und wir nehmen einen kurzen Schwumm und verweilen dort noch etwas. Dieses “wir halten an, und verweilen wo es uns gefällt”, ist purer Luxus. Ich wünschte, ich könnte jeden Tag so leben – auch wenn ich weiss, dass ich nicht die Energie dazu hätte, jeden Tag so zu leben.
The Crooked Carrot ist ein tolles Restaurant, mit einem grossartigen Spielplatz. Das Essen wird wunderbar frisch zubereitet und zwischenzeitlich spielt unser Sohn mit einem Gspänli, so dass wir die beiden einige Zeit gar nicht mehr zu Gesicht bekommen.
Lake Clifton Thrombolites: Lebendige Steine
Genau genommen handelt es sich bei den Thromboliten um biogenes Sedimentgestein. Diese sind wohl um die 2000 Jahre alt. Spannend. Auf einem Holzsteg kann man die lebenden Steine gut sichten und sie sorgen für das eine oder andere Fotosujet.


Zwei letzte Stopps, bevor wir wieder in Freo eintreffen. Der wunderbare Koolaanga Waabiny Spielplatz sowie der schöne – man könnte ihn schon fast als Stadtstrand bezeichen – Rockingham Foreshore.
Unsere liebsten Unterkünfte in Südwestaustralien
Wir haben wie immer in sehr einfachen, bis ein paar komfortable und in ein-zwei besseren Unterkünften gehaust. Wir lieben den Mix und die verschiedenen Arten der Unterkünfte. Das Camping-Leben würde uns gerne auch einmal zusagen. Aber am liebsten noch etwas mehr an Remote-Plätzen. Oder vielleicht spielt das auch gar keine Rolle. Wir haben schlicht und einfach keine Erfahrung damit. Vielleicht müssen wir das einfach einmal probieren und zusehen, wie uns das so gefällt.
Perth: The Adnate Perth – Art Series
Ein wunderbares Hotel, um Perth zu Fuss oder mit dem Mietwagen zu entdecken. Viele Gemälde von Aboriginals zieren die hohen Wände. Selbst das günstigste Zimmer ist gross genug und lässt uns noch Sushi essen, während der kleine Mann schon schläft.

Albany: Holiday-Park mit Schwimmbad, tollem Strand und Hüpfburg
Eine Camping Oase. Für uns mit Mietwagen gibt es auch kleine Häuschen zu mieten. Der Ort ist perfekt für mit einem Kleinkind und der Strand nebenan ist auch sehr hübsch. Wir fühlen uns gleich wohl
Margaret River: Air B’n’B im Concrete and Wood Stil
Ein wunderschönes Air B’n’B, in welchem sich der Architekt so richtig ausgetobt hat. Ein Betonhaus der speziellen Art, wobei das Haus so eingerichtet ist, damit es passend mit der Sonne ist. Uns gefällt es sehr gut – auch wenn wir nicht unbedingt für immer darin leben möchten. Etwas mehr Wärme darfs dann fürs zuhause schon sein.




Trivia Wunderberry in Australien: Persönliche Erlebnisse, Momentaufnahmen und Einzigartiges
Wie immer handelt es sich hierbei um unsere subjektiven Wahrnehmungen. Das können urplötzliche Momentaufnahmen sein oder individuelle Erfahrungen oder einmalige Augenblicke.
- Diese Reise verläuft etwas nach dem Motto “#buthewillnotremember”. Das ist mitunter der erste Spruch den wir hören, als wir bekannt geben, dass wir zu Dritt nach Australien fliegen. “So weit fliegen mit einem Kleinkind?” “Er wird sich doch gar nicht erinnern können”. Oder: “Und der Flug? Lieber ihr als ich”.
Tja, ein Kleinkind zu haben, kann auch ohne Flugzeug anstrengend sein. Und wenn’s ums Erinnern geht? Wer weiss – an was wir uns im Alter noch erinnern dürfen und an was nicht. Uns scheint, dass es mehr darum geht, einfach eine unfassbar gute Zeit zusammen zu haben. Weg vom Alltag, kein Tagesprogramm machen, sondern wir alle drei lernen neue Dinge, sehen neue Orte, sprechen mit anderen Menschen in einer anderen Sprache. Das alles hatten wir auf alle Fälle durchs Band. Und wenn’s ums Erinnern geht – dann könnten wir sowieso sofort aufhören, ständig irgendwelche Bücher vorzulesen und ihn einfach ins Laufgitter stecken; weil er sich ja sowieso nicht dran erinnern wird.. Mehr sagen wir nicht mehr dazu 😀. - Zwischen Albany und Peaceful Bay war einfach das perfekte Schlaraffenland. Schöne Strände und kulinarische Höhenflüge mit Wein, Schokolade oder was auch immer.
- Hier in Australien finden sich Nationalparks am Laufmeter. Jeder grüne Zentimeter wird als Nationalpark bezeichnet. Aber auch zu Recht. Sie sind alle wirklich schön.
- Maximal gäbig ist gewesen, dass Google Maps die Tankpreise angezeigt hat. Aber ja, die können ganz schön hoch und runter gehen. Wenn man also denkt – wow das ist ein guter Preis: Dann unbedingt grad tanken gehen. Weil irgendein Verzug einer Lieferung, Differenzen zwischen Ländern und weitere Kleinigkeiten oder grosse Dramen können grad massiv höhere Tankpreise ausrichten.
- Rentenalter ist in Australien derzeit 67 (Stand 2025). Es ist auch im Alter noch einfach einen Beruf zu finden.
- Tax-Free gibt es erst ab einem Betrag von AUD 300.00.
- Der Begriff Aborigines ist veraltet und sollte vermieden werden. Aboriginals ist die heutige korrekte Bezeichnung der Ureinwohner:innen von Australien. Dumm nur, dass die Autokorrektur beharrlich das veraltete Wort vorschlagen will.
- Für Aboriginals oder Communities gibt es häufig günstigere Preise.
- Uni-Sex Toiletten ist hier ein Ding. Zum Guten und Schlechten. Vermutlich sind manche Männer geschockt, wie eben auch Frauen Toiletten hinterlassen können. Und tja Unisex-Toiletten sind keine Pissoirs.
- Wir haben die Brauereien, ihre selbstgebrauten Gingerbeers, das sehr feine Essen und die fast immer mitkommenden riesigen Spielplätze geliebt. Das waren die Momente, in denen wir als Eltern uns auch sehr erholen konnten. Es hat so viel Platz, dass Roan sich hin und her bewegen konnte, ohne jemanden zu stören. Wer unsere Beiträge regelmässig liest – wir sind im deutschsprachigen Raum einfach nicht kinderfreundlich. Nie sind wir so frei und lassen unseren Sohn Kind sein, wie er es verdient hat. Das ganze massregeln hierzulande, weil man sich ja benehmen sollte, führt dazu, dass wir fast überall lieber unterwegs mit ihm sind, als wir es im DACH-Raum tun.
- Wie auch schon im Blogpost von Tasmanien erwähnt: Die Wasserflaschen sind bis zuoberst gefüllt, dass man sich beim öffnen fast immer nass spritzt.
- Diese Reise nach Australien hat mich “geheilt”. Damals im Jahre 2012, haben wir ein Sammelsurium an Viecher gehabt, die man sich vorstellen kann – inklusive der Brown Snake, der gefährlichsten Schlange der Welt, hausierend auf dem Duschkopf. Auch gelbe Spinnen, welche die Haut verätzen können, haben in einer öffentlichen Toilette gehaust. Es ist mir damals zu viel gewesen mit den australischen Geziefern. Aber in Tasmanien und in Südwestaustralien sind wir dieses Mal sehr gut davon gekommen – respektive haben wir allen voran die herzigen Tiere gesichtet.
Wir hatten unsere Mühe, Tasmanien zu verlassen, weil wir diesen extremen Süden einfach so besonders mögen. Aber so geht es uns nun auch nach Südwestaustralien. Wow, was haben wir hier alles erlebt. Ich bin definitiv wieder eine Freundin von Australien. Wir haben zwar auch viele Viecher gehabt, aber dieses Mal die herzigen und kuscheligen. Weiter haben wir uns mehr Zeit genommen, als ich es damals für die Ostküste getan habe.
Die Kultur, die Brauereien und Weingütern mit ihren Spielplätzen, die offene Art, das Wetter und das Leben hier an sich: Das zu entdecken braucht Zeit. Man kann immer mehr machen, aber es ist schade, um all die schönne Küsten und Plätzen, wenn man einfach nur die Sightseeingliste abhackt.
Das ist definitiv nicht unser letztes Mal im Westen oder auch sonst wo in Australien gewesen. Und wer weiss. Vielleicht sind wir schon wieder früher da, als gedacht.
Stay tuned · A happy little vegemite!






