Heute haben wir französisch Guyana verlassen und sind in Suriname eingetroffen. Die einzige schlaue Möglichkeit dies zu tun ist auf dem Landweg, und so sind wir heute etwa fünf Stunden mit dem Auto gefahren. Nicht sonderlich interessant, insbesondere weil wir heute noch den ersten Regentag eingezogen haben.
Am Grenzort Saint-Laurent-du-Maroni konnten wir noch das Transportation-Camp besichtigen. Das war die erste Station der Gefangenen aus Frankreich, bevor sie auf eines der anderen Gefängnisse im Land verteilt wurde. Auch hier waren die Haftbedingungen unter jeder Menschenwürde, aber immer noch besser als auf den Teufelsinseln. Wir jedenfalls haben nun langsam genug Gefängnisse gesehen…

Dafür wurden gleich nebenan lokalen Produkte verkauft und ich durfte meine erste südamerikanische Schokolade probieren! Und ja, sie war sehr gut.
Danach überquerten wir mit einem Holzboot den Grenzfluss und waren schon in Suriname. Hier verabschiedeten wir uns von unserem hervorragenden Guide Glen, welcher uns die letzten Tage sehr zuvorkommend umsorgt und immer an alles gedacht hat. Besten Dank Glen!

In Suriname ging es mit dem Auto in die Hauptstadt Paramaribo. Man merkt sofort das hier das Einkommensnivea etwas tiefer ist: alles ist in etwas schlechterem Zustand und schmutziger. Wohnungen, Gewerbe und Industrie sind bunt gemischt, was es auch nicht besser macht.
Nach einem späten Mittagessen (oder frühen Nachtessen?) machten wir uns auf die Suche nach einer Apotheke, weil die Mücken es mit Andrea wiederum gar nicht gut gemeint haben. Die Apotheke fanden wir, diese hatte aber zu. Als Entschädigung haben wir uns einen Pina Colada gleich daneben gegönnt, welcher nicht nur sehr lecker, sondern auch überraschend preiswert war.