Lyon ist immer wieder ein beliebtes Ziel bei mir und bei uns. Ich habe diese hübsche Stadt bereits diverse Male besucht, sei es fürs Lichterfest im Dezember, fürs Treffen von Freunden oder im Zuge von EurAsia. Da bei uns zuhause alles drüber und drunter gewesen war, brauchten wir eine kleine Verschnaufspause und sind nach Lyon gefahren – zum Flanieren, Entspannen oder einfach für einen kurzen Tapetenwechseln. In nur vier Stunden sind wir von unserem Zuhause schon in der französischen Stadt. Denn auch damals die kurze Verschnaufspause in Paris tat uns einfach sooo gut. Diese Zeilen hier erinnern mich gerade dran, dass man einfach mal wieder losziehen sollte.
Lyon Ausflugsziele: Weitsicht, Spielplätze, Flacking und Marktbesuch am Sonntagmorgen
Ausblick vom Colline de Fouvrière: Blick über Lyon
Einmal mit der Seilbahn hoch oder dann auch gerne hochlaufen. Wir wählen letzteres, auch wenn es für Juni schon sehr heiss ist. Etwa 20 – 30 Minuten dauert das Hochlaufen über Kopfsteinpflaster und ein paar Treppen. Bei schönem Wetter wird man dann zuoberst mit einem wunderschönen Blick über die Stadt und auf die Basilika belohnt. Auf dem Rückweg durchlaufen wir noch den Jardin Rosaire, welcher ebenfalls ganz hübsch anzugucken ist.









Versteckter schöner Hinterhof: Jardin Rozier
Wir sind auf der Suche nach Spielplätzen, aber auch ruhigen Ecken für uns. Dafür eignet sich der Jardin Rozier bestens. Vorab noch einen Kaffee holen und inmitten der Stadt etwas durchschnaufen. Hier sind wir nur wir.


Flanieren entlang der Saone: Spazieren und Spielplätze
Nicht weit weg von unserem Hotel liegt die Saone. Die Uferpromenade eigent sich ganz wunderbar für Spaziergänge. Immer wieder finden sich schöne Sitz- und Liegegelegenheiten und auch Spiel- oder Sportplätze.






Lyon’s Strassenkunst: Flacking – Mosaik auf den Strassen von Lyon
Alles begann 2016, als ein französischer Künstler – sein Pseudonym ist Ememem – über einer gefrorenen Pfütze ausgerutscht ist und er so begonnen hat, Löcher auf der Strasse mit Mosaik auszubessern. Seine Form der Urban Art nennt er flacking, abgeleitet aus dem Wort “flaque”, was für Pfütze steht. Eine sehr schöne Idee, wie wir finden.
Auch sonst bietet Lyon immer wieder die eine und andere Street Art, welche wir uns gerne ansehen. Wir lieben es so durch die Stadt zu tilgern und auch die kleinen feinen Details zu sichten.



Markt am Sonntagmorgen: Croix-Rousse
Wie wärs mit einem frischen Baguette, etwas Käse und einer guten Flasche Wein und sich dann an die Saône oder die Rhône den Rotten zu setzen? Oder dann doch lieber sich durch die Keramik-Vasen wälzen und von der besseren Hälfte überzeugen lassen, dass wir nun wirklich nicht schon wieder eine neue Vase benötigen? Tja, alles möglich. So schlendern wir durch den Markt und es erinnert mich so sehr fest an meinen Sprachaufenthalt in Bordeaux, wo ich dieses Markt-Feeling am Sonntagmorgen jeweils so richtig zelebriert hatte. Wir kaufen frisches Brot, Käse und Früchte und statten uns somit bestens für die baldige Rückreise aus.




Lyon must-eat Tipps: Frühstück, Entrecote, Libanesisch und das Demi-Peche
Frühstücks-Brunch im Bartholomé
Frühstück oder Brunch empfehlen wir beispielsweise im Bartholomé. Hier stimmt vom Kaffee, zu den feinen Speisen bis hin zur gemütlichen Atmosphäre einfach alles. Wir bleiben länger als gedacht und neben der salzigen Speise, gibts zum Abschluss für uns grosse noch ein süsses Dessert.


Pain au chocolat in Lyon: Antoinette Pain & Brioche
Auch sehr empfehlenswert ist das Antoinette Pain & Brioche. Feine Schoko-Weggli, aber auch feine Brote für zum Mitnehmen

Restaurant-Tipp in Lyon: Entrecote mit der besten Sauce
Einer der Hauptgründe, warum wir überhaupt uns für ein Getaway in Frankreich entschieden haben, ist das Restaurant Entrecôte. Nachdem wir in Paris nur in einem Abklatsch köstigen konnten, haben wir in Lyon wieder eine Filiale der originalen Kette gefunden. Der Salat mit Nuss und die Sauce und das Entrecote – es ist ein Traum. Es schmeckt uns allen dreien und macht uns dementsprechend nach einem langen Tag erst recht müde. Fast schon “zum Glück” kann man sagen, dass wir noch ein paar Minuten länger ins Hotel zurücklaufen können – so ist der Verdauungsspaziergang gerade inklusive.


Libanesisch essen in Lyon: Le comptoir libanais
Im Le comptoir libanais geniessen wir äusserst feines libanesisches Essen. Wir hatten gerade Lust auf Falafel und Hummus und das Restaurant war insofern auch gäbig, dass wir frühzeitig essen konnten und innendrin eine lockere Atmosphäre herrschte, welche auch mit Roan gut machbar war.


Und natürlich liebe Lesende: ein Demi-Pêche darf in Frankreich nie fehlen. Bier mit Pfirsichsirup ist einfach mitunter eines der besten Sommergetränke. Es ist in Frankreich überall zu finden und wir finden es fast schade, kennt man das bei uns so gar nicht. Oder weiss jemand, ob das in der Westschweiz ausgeschenkt wird?
So geniessen wir das zu jeder Mahlzeit, als Apéro und sogar noch am Sonntagmorgen kurz bevor es wieder zurück auf den Zug geht.


Übernachten in Lyon: Okko Hotel Lyon Centre
Wir übernachten im Okko Hotel Lyon Centre. Es befindet sich ungefähr in der Mitte zwischen Bahnhof und dem Stadtzentrum und ist somit auch fürs Ankommen und Abreisen perfekt gelegen.
Wir bekommen ein grosses Zimmer und das beste daran? Abends stecken wir den Sohnemann ins Bett und geniessen dann unten in der Lobby noch inbegriffene Köstlichkeiten und Tee und Kaffee und spielen die eine und andere Runde Uno Flip.






Das war es auch schon mit unserem verlängerten Wochenende in Lyon. Und das tolle daran? Kurz einmal in den Zug einsteigen, nur in Genf umsteigen, eine andere Sprache sprechen, anderes Essen geniessen und anderes sehen, hilft uns jeweils schon sehr den Tapetenwechsel zu bekommen und vollkommen abzuschalten. Auch an Kurzausflügen erinnert man sich noch lange genug und es fühlt sich hinterher fast noch länger an, als dass man tatsächlich vor Ort war. Adieu Lyon, à bientôt!







